Hasel (Corylus aveliana)

Liefert von Januar bis März reichlich Pollen

Weil die Hasel (Coylus avellana) den Wind als Bestäuber nutzt, ist sie nicht darauf angewiesen, Insekten mit süßem Nektar anzulocken und produziert daher erst gar keinen. Trotzdem ist der heimische Strauch ab Januar heiß umschwärmt, denn er bildet reichlich Pollen, den die frühen Wildbienen wie Hummeln für ihren Nachwuchs brauchen. Bereits bei kühlen 2 °C beginnen die hartgesottenen Frühaufsteher unter den Wildbienen am Haselstrauch mit dem Sammeln. Honigbienen suchen die Pollenquelle erst bei guten Flugbedingungen und etwas behaglicheren Temperaturen von 8 bis 10 °C auf. Nach dem Besuch der männlichen Kätzchen der Hasel, sind die Pollenhöschen prall gefüllt und satt gelb gefärbt.

Gemeine Mahonie (Mahonia aquifolium)

Von Februar oder März bis Mai bieten Blüten reichlich Nektar und Pollen

Die Mahonie (Mahonia aquifolium) stammt zwar ursprünglich aus Nordamerika und zählt daher nicht zu den heimischen Sträuchern, doch unsere heimischen Bienen kümmert das herzlich wenig. Die goldgelben Blütenglöckchen des immergrünen Strauchs aus der Familie der Berberitzengewächse zeigen sich in milden Wintern bereits ab Februar. Ansonsten sind die Blüten der Mahonie ab März wichtige Futterquellen für Wildbienen und andere Insekten, die mit Honigduft aufwarten und voller Nektar und Pollen stecken.

Kornelkirsche (Cornus mas)

Bietet von Februar bis März mäßig Pollen, aber reichlich Nektar

Dank der unzähligen gelben Blüten, die sich bereits ab Februar zeigen und viel Nektar enthalten, gilt die Kornelkirsche (Cornus mas) nicht nur als Augenweide, sondern auch als Bienenweide und regelrechter Insektenmagnet. An ihnen laben sich neben Hummeln und anderen früh fliegenden Wildbienen auch Honigbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen. Zwar kann die Kornelkirsche, die auch Herlitze oder Dirlitze genannt wird, eine stattlich Höhe von bis zu 8 m erreichen, doch die Hartriegelart lässt sich problemlos bändigen und eignet sich durch regelmäßiges Schneiden auch als Heckenbepflanzung. 

​​​​​​​Salweide (Salix caprea)

Hat von Anfang März bis Mai sehr viel Pollen und Nektar zu bieten

Die Salweide (Salix caprea) mit ihren auffallenden, nahezu flauschigen Kätzchen kennen und schätzen wohl die meisten als Frühlingsbote. Nicht nur wir Menschen, auch die Insekten freuen sich über diesen Frühblüher. Das zweihäusige Gehölz bildet weibliche Weidenkätzchen, die grün sind und nur Nektar hervorbringen, sowie männliche gelbe Kätzchen mit Pollen. Vor allem Hummelarten wissen die nektar- und pollenreiche Salweide mit der frühen Blütenzeit zu schätzen. Zwei davon, die Frühe Sandbiene und die Weiden-Sandbiene ernähren sich und versorgen ihren Nachwuchs sogar ausschließlich damit. Aber auch die Königinnen der Wiesen-, Erd-, Stein-, Garten- und Baumhummeln stürzen sich nach dem Winter auf den Frühblüher, um sich vor der anstrengenden Staatgründung ordentlich zu stärken.
Imker verleihen der Bienenfutterpflanze ebenfalls Bestnoten in Sachen Nektar, Zuckergehalt und Pollen.

Da Salweiden bis zu 15 m hoch werden können, empfehlen sich für Besitzer kleinerer Gärten etwas kleinwüchsigere Vertreter der Weiden, z.B. die Hängende Kätzchenweide (Salix caprea `Pendula`) oder die Engadin-Weide (Salix hastata `Wehrhahnii´).

Schlehe (Prunus spinosa)

Erzeugt von März bis April zwar mäßig Nektar, dafür aber reichlich Pollen

Noch bevor sich an den dornigen Trieben der wilden Schlehe (Prunus spinosa), auch Schlehdorn genannt, erste Blätter bilden, zeigen sich ab Ende März dicht an dicht unzählige kleine Blüten und hüllen den Strauch in eine weiße Wolke, in der es nur so summt und brummt. Mehr als 20 verschiedene Bienenarten bedienen sich an dem reich gedeckten Tisch mit und auch frühe Schmetterlinge wie der Zitronenfalter laben sich daran. Doch die Falter nutzen den Strauch vor allem als Kinderstube, um die 70 Arten legen ihre Eier an den Blättern ab.

Die Schlehen-Sorten ‘Nittel’ und ‘Merzig’ sind kompakter im Wuchs und brauchen deutlich weniger Platz als die wilde Schlehe.

Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum)

Von März bis April finden Bienen daran zwar wenig Pollen, dafür aber reichlich Nektar

Auch die Schneeforsythie wartet zunächst mit Blütenpracht auf, bevor sie Blätter hervor bringt. Der Strauch, der ursprünglich in Südkorea beheimatet ist, bildet viele kleine, weiße Blütentrauben, die angenehm süß duften und reichlich Nektar enthalten. In manchen Regionen mit milden Wintern zeigen sich diese sogar schon ab Januar oder Februar und stellen insbesondere für hungrige Hummeln eine willkommene Futterquelle dar. Der zierliche Strauch passt übrigens auch gut in kleine Gärten, oder als Kübelpflanze auf Terrasse und Balkon.

Schneeheide (Erica carnea)

Blüht von Januar oder Februar bis März und wartet mit viel Pollen und sehr viel Nektar auf

Die Schneeheide (Erica carnea), die vielen auch als Winterheide bekannt sein dürfte, ist der kleinste Frühblüher dieser Auflistung. Der immergrüne, reich verzweigte Zwergstrauch bildet ein ausgedehntes Polster mit einer Wuchshöhe von etwa 30 cm. Die rosafarbenen Blüten zeigen sich schon früh im Jahr und stillen den Hunger von ersten Wildbienen und anderen Frühstartern unter den Insekten. Der dekorative Bodendecker ist nebenbei bemerkt hart im Nehmen und hält Temperaturen bis zu -30 °C problemlos aus.

Seidelbast (Daphne mezereum)

Bietet von Februar bis April reichlich Nektar und Pollen

Der intensive Duft des Echten Seidelbasts (Daphne mezereum) betört Mensch und Tier. Bereits ab Februar füllen sich die Triebe des ein-, zweimeterhohen Strauchs mit rosaroten Blüten, daher zählt er zu den frühesten Nektar- und Pollenlieferanten. Wiesenhummeln und Erdhummeln lieben ihn ebenso wie Zitronenfalter und Tagpfauenauge. Aber Vorsicht ist geboten, denn: Der kleine Strauch sieht schön aus, ist aber sehr giftig und kann bereit bei Kontakt zu Hautreizungen führen. Daher sollte man ihn aus der Ferne bewundern und außer der Reichweite von Kindern oder Haustieren anpflanzen.

Winterjasmin (Jasminum nudiflorum)

Liefert bereits ab Mitte Dezember Nektar und Pollen

Am Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) öffnen sich manchmal bereits um Weihnachten erste Blüten, doch weitere Knospen warten auf Sonne sowie Wärme im zeitigen Frühjahr und locken ab hungrige Frühaufsteher wie Frühlings-Pelzbienen, Gehörnte Mauerbienen, oder auch die auffällige Große Holzbiene mit Nektar und Pollen. Weil der Rüssel zu kurz ist, schneidet Letztere übrigens seitlich ein Loch in die Blütenröhre, um an das süße Innere zu gelangen. Der robuste Strauch macht sich an Treppen und Mauervorsprüngen besonders gut.

Winterschneeball (Viburnum bodnantense)

Spendiert wenig Pollen, liefert aber schon ab Dezember reichlich Nektar

Auch der Winterschneeball (Viburnum bodnantense) offeriert seine Blütenbüschel nicht auf einmal, sondern  nach und nach. Immer wenn es ein wenig wärmer ist, öffnet er einen Teil seiner Knospen portionsweise für die Frühaufsteher unter den Insekten.

Im Garten kann man das robuste Gehölz entweder in die Hecke integrieren oder als Einzelstrauch pflanzen, der garantiert Blicke auf und Bienen an sich zieht.

Unser Tipp

Weitere Frühblüher für hungrige Bienen

Die Hartgesottenen unter den Wildbienen wie die Hummeln machen sich schon bei niedrigen Temperaturen auf die Suche nach Pollen und Nektar. Mit diesen Pflanzen finden sie auch im Frühjahr genügend Nahrung im Garten.

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