Projektbeschreibung

Seit die Garten AG des Albert-Einstein-Gymnasiums Hameln im Frühjahr 2018 mit der Arbeit im Schulgarten begonnen hat, wächst dieser stetig und gedeiht prächtig. Das Gelände hat eine Gesamtfläche von 800 m², von denen rund 600 m² besonders bienenfreundlich gestaltet sind. Hinzu kommt eine 1000 m² große Streuobstwiese mit Apfel-, Kirsch-, Pflaumen- und Birnbäumen, die Wildbienen und anderen Bestäubern schon früh im Jahr Nahrung liefern.

„Wir legen jedes Jahr eine Bienenweide an mit Korn- und Mohnblumen, Phacelia, Sonnenblumen, Buchweizen und vielem mehr. Außerdem haben wir zwei Kräuterbeete mit Salbei, Wiesenkümmel, Thymian, Oregano und Rosmarin“, erzählt Karin Hänel. Zwei große Insektenhotels, ein Sandarium, Totholzhaufen, Trockenmauern sowie ein Kalkschotterbeet dienen diversen Bienenarten als Unterschlupf und Nistmöglichkeit. Außerdem bleiben verblühte Stauden im Herbst stehen, anstatt zurückgeschnitten zu werden, sodass sich überwinternde Tiere darin einrichten können. Auch im Sommer ist für die Bestäuber gesorgt, da die Bienenhelfer der Schule mehrere Tränken aufgestellt und einen Teich angelegt haben. 

Karin Hänel und Charlotte Schwarz betreuen pro Jahr rund 40 Kinder und Jugendliche in der Garten-AG. Zum Teil beteiligen sich auch die Schüler und Schülerinnen der Biologieleistungskurse an der Gartenarbeit und einige Male schon fanden Eltern-Aktionen im Schulgarten statt.

„Wir als Schule fördern die Bienen durch die Verbesserung des ganzjährigen Nahrungsangebots. Wir führen Pflanzungen und Pflanzaktionen durch, errichten verschiedene Nisthilfen sowie Kleinbiotope und nehmen am Schulinsektenhausprojekt teil.“

Hintergrund

Seit vier Jahren betreiben die Einsteiner an ihrem Gymnasium einen Gemüseacker und lernen dabei, dass eine reiche Ernte unter anderem von der Bestäubungsarbeit von Bienen und anderen Insekten abhängt. "Unser Garten lag lange brach und es gab kaum einheimische Blumen. Das wollten wir ändern und dadurch gezielt die Artenvielfalt von Flora und Fauna fördern. Der Bienenschutz ist ein wichtiges, aktuelles Thema und im Schulgarten gut praktisch umsetzbar“, so Karin Hänel. „Wir arbeiten kontinuierlich in kleinen Schritten und machen das, was uns während der Schulzeit möglich ist. Unter den Corona-Auflagen gestaltete sich das zwar oftmals schwierig, aber auch kleine Fortschritte zählen.“

Weitere Pläne & Ziele

Im Schulgarten des Albert-Einstein-Gymnasiums Hameln gibt es noch einige Flächen, auf denen es reichlich Platz für nektar- und pollenreichen Blühpflanzen gibt. Auch auf der Streuobstwiese sind weitere Neupflanzungen angedacht, um das Areal artenreicher zu gestalten. Entlang des Schulgebäudes verlaufen derzeit Steinbeete, die bald bunten Blumenbeeten weichen sollen. Aus alten Eichenbalken will die Garten-AG zudem weitere Nisthilfen herzustellen. „Unser Schulhof ist eine ganz schöne Betonwüste, an der man noch viel verändern kann…“, so die Lehrerin. Daher wird das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro voraussichtlich für den Kauf von Pflanzen und Saatgut sowie für Baumaterial fließen.

 

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