Vom #beebetter-Award bis heute

Nach der Auszeichnung durch #beebetter berichtete die regionale Tageszeitung umfangreich über das Projekt: Wilgartswiesener Päddel. Dadurch häufte sich die Nachfragen nach Informationen und Beratung. Im September vergangenen Jahres hat Christina Brödel zunächst einmal die Fortbildung als BUND-Wildbienenbotschafterin erfolgreich abgeschlossen. Im Oktober wurde eine neue Gartenfläche dazu gekauft, auf dieser entstand ein Beet  mit zahlreichen insektenfreundlichen Pflanzen. Ende November pflanzte Familie Brödel in einem Generationenprojekt 35 verschiedene Obstbäume auf ihrer Streuobstwiese. Im Dezember eröffnete der Schulungsraum von Wilgartswiesen mit einem Vortrag über „Artenvielfalt im eigenen Garten“, der sehr gut besucht war. "Vor dem Ausbruch von Corona habe ich im Februar zudem einen Vortrag über Wildbienen und Insektenvielfalt bei unserem örtlichen Obst- und Gartenbauverein gehalten", erzählt Christina Brödel.
Ein Teil des Preisgeldes wurde in insektenfreundliche Pflanzen investiert, die bei ausgewählten Staudengärtnereien oder regionalen Baumschulen gekauft wurden. Außerdem erklärt Christina Brödel: "Eine kleine Summe wurde in Infomaterial investiert, das bei Schulungen oder Vorträgen an interessierte Personen weitergegeben werden kann." 
Im Frühjahr 2020 fanden viele Pflegearbeiten und ein leichter „Frühjahrsputz“ am Wildbienen Päddel statt. In der zusätzlichen Gartenflächen entstanden neue Strukturen in Form eines Keyhole-Beetes und einer erhöhten Pflanzebene mit Trockenmauer. Es wurden viele weitere insektenfreundliche Gewächse gepflanzt. Derzeit entsteht auf der neuen Gartenfläche auch noch eine große Schmetterlingsspirale.

Bäumepflanzen als Generationenprojekt

Weitere Infos

Wildbienen und Naturschutz in Wildgartswiesen

Seit mehr als drei Jahren setzt sich Familie Brödel in Wilgartswiesen in der Südwestpfalz für Wildbienen ein. Durch öffentlich zugängliche Informationstafeln, Vorträge und Führungen für Kindergarten, Schule und andere Unternehmen informieren die Brödels über die Lebensweise der Insekten, über mögliche Schutzmaßnahmen sowie über Zusammenhänge, Ursachen und Folgen.

Zukunftspläne

Die Devise des Projektes kann auch weiterhin nur lauten: „Jeder Quadratmeter für die Insektenvielfalt zählt." Das größte Ziel ist es, andere Menschen zur Nachahmung, zum Mitmachen und zum Umdenken zu motivieren. Das sei teilweise zwar schon passier, solle aber noch viel mehr werden. Vorträge und Schulungen sowie Projekte mit Schulen oder Kindergärten waren durch die Corona-Pandemie leider nicht möglich. "Aber es wird fleißig auf unserem neuen Gartengrundstück gearbeitet, das sehr zentral gelegen ist. Hier kommen viele Wanderer auf dem Weg zu der örtlichen Burgruine oder auf unserem Premiumwanderweg vorbei und es entstehen sehr oft viele nette und informative Gespräche am Gartenzaun", so Christine Brödel.

Aktuell, arbeiten die Bienenhelfer daran, weitere Lebensräume zu erschaffen. Auch ein Brunnen soll in absehbarer Zeit gebaut werden. Außerdem soll die Streuobstwiese im Herbst/Winter um zehn weitere Obstbäume ergänzt werden. 

Veränderung im Umfeld

Im Bekanntenkreis und in der Gemeinde gibt es bereits einige Nachahmer. Die Leute kommen oft zu Familie Brödel und berichten stolz, dass sie jetzt auch einen Blühstreifen angelegt haben oder ein paar Wildbienen beobachten konnten. "Einige Menschen achten einfach ein bisschen mehr darauf, das macht stolz!" 

Familie Brödel vor dem Insektenhotel

Online-Präsenz

Je nach dem, wie sich die nächsten Monaten entwickeln, wird sich Familie Brödel verstärkt mit der Online-Präsenz des Projektes beschäftigen. Denn durch die Pandemie gibt es aktuell mehrere Anfragen nach Online-Videokonferenzen und Schulungen. Zusätzlich berichtet Christina Brödel auf ihrer Facebookseite Wildbienen und Naturschutz in der Südwestpfalz laufend über Aktuelles und über Neuigkeiten zum Projekt. 

Tipps für Bewerber des #beebetter-Awards 2020

Immer weiter machen und sich nicht entmutigen lassen! Alles, was an Kraft und Einsatz in die Natur gesteckt wird, gibt sie uns allen auf vielfache Weise zurück. 

Christina Brödel

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