Veröffentlicht am 18.01.2022 um 17:23 Uhr

Was ist Ihr Fachgebiet?

Ich bin Insektenforscherin und interessiere mich vor allem für Wespen, Bienen, Ameisen und Netzflügler. Mit meiner Arbeit beim NABU Bundesverband setze ich mich dafür ein, dass diese geschützt werden und die Vielfalt von Insekten nicht weiter zurückgeht.

Warum liegt Ihnen der (Wild-)Bienenschutz am Herzen?

Als Entomologin liegt mir natürlich der Schutz aller Arten am Herzen. Wildbienen sind aber als Bestäuber ganz besonders wichtig für unsere Ökosysteme und damit auch für uns Menschen.

In welcher Kategorie erwarten Sie besonders spannende Bienenschutz-Projekte?

Alle vier Kategorien haben das Potential, interessante Projekte hervorzubringen. Aber ich freue mich vor allem zu sehen, was die Projekte aus der Landwirtschaft mit sich bringen. Denn in diesem Bereich können und müssen wir sehr viel in Sachen Naturschutz erreichen. Neugierig bin ich außerdem auf die jüngeren Bewerber*innen und deren Kreativität.

Was erwarten oder erhoffen Sie sich von der Initiative #beebetter?

Eine große, öffentliche Initiative wie #beebetter kann viel Aufmerksamkeit für das Thema Insektenschutz erzeugen  und genau das ist es, was Insekten zurzeit brauchen: Die Unterstützung der Gesellschaft, um Veränderungen voranzubringen.

Wie kann man Ihrer Meinung nach Wildbienen am besten helfen?

Es gibt viele Wege Wildbienen zu helfen: sich politisch engagieren, andere über die starke Bedrohung informieren, nachhaltig einkaufen, im eigenen Garten Lebensraum und Nahrungsangebote schaffen, auf Pestizide verzichten und vieles mehr.

Was muss sich Ihrer Meinung nach ändern, damit es Bienen in Zukunft besser ergeht?

Wir brauchen ein Umdenken in Politik und Gesellschaft. Insektenschutz ist nicht einfach, aber lebensnotwendig.

Was tun Sie, um (Wild-)Bienen zu helfen?

Neben meiner Arbeit versuche ich meinen Einkauf so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Außerdem erzähle ich allen, die es hören wollen, wie interessant und schützenswert Insekten sind.

Wenn ich eine (Wild-)Biene wäre, dann wäre ich…

Eine Mohn-Mauerbiene. Sie kleidet die Gänge in ihren Nestern mit Mohnblüten aus wie eine rote Samttapete.

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