Warum unterstützen Sie #beebetter?

Das Thema (Wild-)Bienen und Insekten ist für mich im letzten Jahr deutlich weiter in den Fokus gerückt und mir ist bewusst geworden, dass wir uns mehr um das Thema Artenvielfalt kümmern müssen. Alle Mitglieder der Gesellschaft müssen etwas dafür tun. #beebetter macht darauf aufmerksam, weshalb ich dieses Projekt unterstütze.

Was ist Ihr Fachgebiet?

Mein Fachgebiet ist die Landwirtschaft. Ich bin gelernter und studierte Landwirt. Ich habe das Glück, mein Hobby als Beruf ausüben zu dürfen. Genau diese Leidenschaft ist es, die mich dazu bringt meine Arbeit öffentlich zu zeigen. Ich möchte Landwirtschaft für den Verbraucher greifbar machen. Besonders wichtig ist es mir, in einen Dialog mit den Menschen zu kommen. Ich möchte Ängste, Sorgen und Nöte verstehen. Nur so können wir in der Zukunft nachhaltige Konzepte entwickeln, die auch akzeptiert und angenommen werden. Für die Aufklärung und den Dialog nutze ich die Aktivitäten auf dem Blog, meinen Social Media Kanälen auf Facebook oder Instagram sowie persönliche Gespräche wie zum Beispiel auf der Grünen Woche.

Warum liegt Ihnen der (Wild-)Bienenschutz so am Herzen?

Durch Gespräche auf der Grünen Woche im Jahr 2018 ist mir klar geworden, dass ich mir zu wenig Gedanken um das Thema Bienen mache. So habe ich den Kontakt zu Imkern und Wildbienenexperten gesucht. Der intensive Austausch hat mir klar gemacht, dass ich als Landwirt zu lässig mit diesem Thema umgegangen bin, obwohl ich natürlich dachte, dass es nicht so wäre. Durch den Austausch habe ich gelernt, welche Bedeutung die Wildbienen und Bienen für uns haben.

In welcher der fünf Kategorien erwarten Sie besonders spannende Bienenschutz-Projekte?

Das möchte ich gar nicht auf eine Kategorie beschränken. Ich bin mir sicher, dass es in jeder Kategorie Menschen geben wird, die aus Überzeugung ein Projekt gestartet haben. Ich freue mich einfach auf die Vielfalt der Ideen und die Begeisterung der Menschen.

Kennen Sie bereits spannende Bienenschutz-Projekte oder überzeugende Bienenschützer?

Ich kenne viele kleinere Projekte. Ich schätze beispielsweise sehr den Imker, der auch Wildbienenexperte ist, mit dem ich im Austausch stehe. Er macht sich viele Gedanken über die Wildbienen. Er hat es in Magdeburg geschafft, dass die Stadt aus Grünanlagen Blühflächen gemacht hat. Die Themen und Ideen die er hat, erklärt er mir immer sehr sachlich.

Was erhoffen Sie sich von der Initiative #beebetter?

Ich erhoffe mir, dass es viele Menschen zum Nachdenken anregt. Ich würde mich freuen, wenn wir dadurch zeigen können, dass es möglich ist, durch gemeinsame Projekte und Zusammenarbeit etwas verändern zu können und wir von gegenseitigen Anschuldigungen und Vorwürfen wegkommen.

Wie kann man Ihrer Meinung nach Wildbienen am besten helfen?

Beispielsweise durch Austausch mit Imkern und Bienenexperten, durch das Aufstellen von Insektenhotels, die Anlage einer mehrjährigen Blühfläche und vieles mehr. Es gibt viele Möglichkeiten. Selbst tue auch ich noch zu wenig, aber man muss einfach mal anfangen.

Was muss sich Ihrer Meinung nach ändern, damit es Bienen in Zukunft besser geht?

Wir müssen uns bewusst werden, dass unsere Handlungen Konsequenzen haben. Jeder muss in Zukunft etwas tun. Dabei können es ganz kleine Dinge sein wie zum Beispiel eine kleine Blühfläche im Garten eines jeden einzelnen, bis hin zu großen Projekten, die auch über Ländergrenzen hinausgehen.

Was tun Sie, um (Wild-)Bienen zu helfen?

Als Landwirt arbeite ich jeden Tag mit und in der Natur. Ich versuche durch meine Arbeitsabläufe und Anbaumethoden ständig das Thema Artenvielfalt besser zu integrieren. Aktuell arbeite ich mit dem Forum Moderne Landwirtschaft an einem Wildbienenpatenprojekt. Wir werden einen mehrjährige Blühfläche anlegen. Dies machen wir gemeinsam mit allen, die uns unterstützen wollen. Hier geht es auch um den gesamtgesellschaftlichen Ansatz.

Wenn ich eine (Wild-)Biene wäre, dann wäre ich ...

...eine Blaue Holzbiene. Ich finde diese Art hat einfach ein schönes Aussehen mit ihren blau schimmernden Flügeln.