Veröffentlicht am 26.04.2022 um 17:00 Uhr

Warum unterstützen Sie #beebetter?

Weil ich der Meinung bin, dass der Bienenschutz leider immer noch viel zu wenig Beachtung findet – im Großen wie im Kleinen. Zudem bedarf es an der ein oder anderen Stelle auch noch deutlich besserer Aufklärung über die Bedeutung der Wildbienen, das Bienensterben und darüber, was jeder von uns dagegen tun kann. #beebetter leistet da schon tolle Arbeit und ich freue mich ab diesem Jahr ein Teil der #beebetter-Familie zu sein.

Was ist Ihr Fachgebiet?

Ich bin Ingenieurin für Landschaftsarchitektur/Landschaftsplanung und Absolventin der Burda Journalistenschule – und mit Herz und Seele Gartenjournalistin.

Warum liegt Ihnen der (Wild-)Bienenschutz am Herzen?

Weil wir ohne die Bienen bald ziemlich „in die Röhre gucken“. Das Beispiel China, wo teilweise komplette Obstplantagen von Hand bestäubt werden müssen, zeigt auf erschreckende Weise, was uns bevorstehen kann, wenn wir nicht langsam aufwachen und mehr für den Bienenschutz tun.

In welcher der vier Kategorien erwarten Sie besonders spannende Bienenschutz-Projekte?

Ich freue mich auf viele kreative Projekte und Aktionen, sowohl von privaten Initiativen als auch in der Kategorie „Jugend & Bildung“ – und hoffe auch auf viele Bewerberinnen und Bewerber in der Kategorie „Landwirtschaft“, denn sie können eine tolle Vorbildfunktion übernehmen.

Was erwarten/erhoffen/wünschen Sie sich von der Initiative #beebetter?

Vor allem eine Sensibilisierung und bessere Aufklärung für den Bienenschutz. Durch #beebetter bekommen die (Wild-)Bienen endlich eine große mediale Aufmerksamkeit – und nicht nur sie, sondern auch die Menschen, die tolle Projekte ins Leben rufen, um ihnen zu helfen.

Wie kann man Ihrer Meinung nach Wildbienen am besten helfen?

Indem man sich erst informiert und dann macht – denn nur gut gemeint hilft den (Wild-)Bienen nicht wirklich. Viel zu oft sieht man immer noch Insektenhotels, die entweder gar nicht genutzt werden, weil sie den Bedürfnissen der Insekten nicht entsprechen, oder schlichtweg aufgrund von Material- oder Bau-Fehlern gefährlich für die Bienen sind. Oder gefüllte Blüten, weil gar nicht klar ist, dass nicht jede Blüte den (Wild-)Bienen auch etwas zu bieten hat.

Was muss sich Ihrer Meinung nach ändern, damit es Bienen in Zukunft besser ergeht?

Es denken leider immer noch zu viele: „Da kann ich als Einzelner nichts tun, solange sich die Agrarindustrie nicht ändert“. Aber eigentlich kann jeder einen wichtigen Beitrag zum Bienenschutz leisten – sei es, weil er sein Obst und Gemüse von kleinen regionalen Bauern kauft, beim Saatgutkauf auf kontrollierten und nachhaltigen Anbau achtet oder im Garten bienenfreundliche Pflanzen setzt und Nisthilfen bereitstellt. Hier hat sich in den letzten Jahren, nicht zuletzt dank Initiativen wie #beebetter, bereits viel getan, das merken wir auch in unserer Online-Gartencommunity, aber es ist immer noch Luft nach oben. Denn spaziert man durch deutsche Vororte, sieht man für meinen Geschmack immer noch viel zu viele Schottergärten.

Was tun Sie, um (Wild-)Bienen zu helfen?

Leider habe ich keinen eigenen Garten, auf meinem Balkon finden sich aber neben Tomaten und Kräutern ausschließlich bienenfreundliche Pflanzen – von Mehlsalbei über Lavendel und Katzenminze bis hin zu Löwenmäulchen und Sonnenhut. Außerdem säe ich jedes Jahr eine kleine Blumenwiese aus heimischen Wildblumen in einem Balkonkasten aus. Für durstige (Wild-)Bienen stehen immer auch zwei mit Wasser und flachen Steinen gefüllte Schalen bereit.

Wenn ich eine (Wild-)Biene wäre, dann wäre ich…

… eine Sandbiene, weil sie es gerne trocken und warm mag und eine eher gesellige Wildbiene ist.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen