Warum unterstützen Sie #beebetter?

Diese Initiative hat Potential einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer systemrelevanten Wildbienen und weiterer Insekten zu leisten. Wildbienenschutz ist mir eine Herzensangelegenheit, daher engagiere ich mich gerne bei #beebetter. Wichtig finde ich auch, dass Menschen, die sich effektiv für Wildbienen einsetzen im Rahmen der Initiative eine Anerkennung erhalten.

Was ist Ihr Fachgebiet?

Nach meinem Studium der Zoologie, Botanik und Geographie in Münster habe ich ein Planungsbüro für Artenschutz gegründet und betreibe seit 2002 die Internetseite www.wildbiene.com. Wildbienen sind sozusagen Arbeitgeber meiner kleinen Firma: Neben Wildbienen-Gutachten und Fortbildungen fertigen wir Nisthilfen für Wildbienen.

Warum liegt Ihnen der (Wild-)Bienenschutz am Herzen?

Seit meiner Jugend faszinieren mich Wildbienen.
Wir Menschen haben den Wildbienen übrigens viel zu verdanken: Wenn vor ca. 80 bis 100 Millionen Urbienen die Vegetation aus Farnkraut, Bärlappen und Schachtelhalmen durch Koevolution nicht verändert hätten, hätten sich Menschen wohl nicht entwickelt. Wir haben eine moralische Verantwortung Wildbienen zu erhalten.

​​​​​​​Kennen Sie bereits spannende Bienenschutz-Projekte oder überzeugende Bienenschützer?

Wenn man sich über 35 Jahre für Wildbienen engagiert, lernt man viele Menschen kennen, die das ebenfalls tun. Es ist in etwa so wie eine große Familie.
Einige Menschen verbessern auch im Stillen seit Jahren sehr erfolgreich die Lebensbedingungen für Wildbienen.

Was erhoffen Sie sich von der Initiative #beebetter?

Erfolgreiches und nachhaltiges Engagement sollte sichtbar gemacht und anerkannt werden. Die Würdigung positiver Initiativen wird weitere Menschen für den Naturschutz sensibilisieren und zum Mitmachen anregen. Leider werden aber auch Projekte und Aktionen rund um das Thema Bienenschutz durchgeführt, die dem Artenschutz nichts bringen oder sogar schädlich sind. Dazu sollte #beebetter im Vorfeld Aufklärungsarbeit leisten.