Vielfalt fördern und bewahren

Gelingt es, die größtmögliche Vielfalt an Lebensräumen dauerhaft zu bewahren, dann können wir auch einen Großteil der weltweiten Tier- und Pflanzenarten retten. Wir erhalten damit zugleich das Netzwerk des Lebens, das auch uns Menschen trägt. Der Schutz biologischer Vielfalt beginnt vor unserer Haustür. Von der Ostsee bis zur Ammer ist der WWF selbst in zahlreichen Projekte und Programmen in Deutschland aktiv. Der WWF entwickelt überdies Szenarien und Konzepte für einen besseren Schutz von biologischer Vielfalt, Boden, Wasser und Klima in Deutschland und Europa. Wir treten mit Wirtschaft und Politik in den kritischen Dialog über die richtigen Wege zu mehr Nachhaltigkeit.

Der WWF Deutschland ist Teil der internationalen Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF). Seit über 50 Jahren arbeitet das WWF-Netzwerk rund um den Globus daran, die Umweltzerstörung zu stoppen. In Deutschland unterstützen den WWF dabei über 500.000 Förderinnen und Förderer.

Unser Tipp

Schon gewusst?

Auf ökologisch bewirtschafteten Äckern geht es in Sachen Ackerwildkräuter bunter und reicher zu als auf konventionellen Flächen. Die Vielfalt ist größer und von einzelnen Arten wachsen mehr Exemplare. Das Plus an Blütenpracht auf Öko-Feldern setzt eine positive Kettenreaktion in Gang: Hummel und Biene finden länger einen reich gedeckten Tisch, denn Kornblume, Lämmersalat oder Feld-Rittersporn blühen zu unterschiedlichen Zeiten.

Der WWF ist sicher: Öko-Landwirte können den Reichtum von Flora und Fauna auf ihren Flächen noch weiter steigern. Im Rahmen des WWF-Projekts „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ setzen daher derzeit zahlreiche Bio-Betriebe zusätzliche Maßnahmen um.  

Landwirtschaftliches Gesamtkonzept

Landwirtschaftlich genutzte Räume spielen eine wichtige Rolle für die Artenvielfalt in Mitteleuropa. Der Schwund der Arten ist hier dramatisch: Blütenreiche und mit Leben erfüllte Wiesen sind kaum noch zu finden. Sand-Mohn, Kornrade oder Acker-Rittersporn werden im und am Acker immer seltener. Ehemaligen Allerweltsarten wie Feldlerche, Feldhamster oder Rebhuhn fehlt es an Lebensraum und Nahrung. Die Zahl der Insekten sinkt, betroffen sind auch Wildbienen.

Typische Lebensräume wie Sandwege, alte Hecken, Totholz oder Steinhaufen sind vielerorts auf dem Rückzug. Der Schwund an Blühpflanzen führt dazu, dass es Wildbienen insbesondere im Spätsommer an Nahrung fehlt. Der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln setzt ihnen zusätzlich zu.

Deswegen setzt sich der WWF ein für ein landwirtschaftspolitisches Gesamtkonzept, das den Einsatz von Pestiziden und Düngern reduziert, Wasser und Boden und damit die Biologische Vielfalt systematisch schützt und die Zukunft der Landwirte wirtschaftlich sichert. Und wir erproben eigene Konzepte, mit denen Landwirte mehr tun können für die Artenvielfalt auf Wiese und Acker.

#beebetter

Die Initiative #beebetter rückt die Wildbienen nicht isoliert in den Fokus. Der Kampagne geht es um ihre Lebensräume, um Zusammenhänge und Wechselwirkungen in ihren Ökosystemen. Das ist toll und wir sind gerne mit an Bord. Denn je größer der #beebetter-Schwarm, desto besser! Fliegen Sie mit!