In Zeiten des Klimawandel, des Insektensterbens und der zunehmenden Bodenversiegelung sind kreative und sinnvolle Maßnahmen von Nöten. Immer mehr Städte, Regionen und Länder machen sich Gedanken zu der Frage: Wie können wir an Orten mit großen versiegelten Flächen Insekten ein Stück Lebensraum zurückgeben? Ein Lösungsansatz: Begrünte Bushaltestellen!

Die Idee ist leicht verständlich: Man nutzt bereits bestehende Flächen wie die Dächer von Haltestellen und versieht sie mit robusten Pflanzen wie zum Beispiel Sukkulenten, die gut mit Hitze und Trockenheit zurecht kommen und bestenfalls auch noch blühen. Mehr Pflanzen, mehr Insekten, mehr Leben! Die Dachpflänzchen dienen nicht nur als Zwischenstopp und Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten, sie filtern auch Stickstoff und Feinstaub aus der Luft. Zudem heizen sich begrünte Oberflächen weniger schnell auf als unbedeckte und begünstigen somit ein gutes Stadtklima.

Die malerische Stadt Utrecht in den Niederlanden geht mit gutem Beispiel voran. Aus über 300 Bushaltestellen wurden bereits sogenannte "Bee Stops". Diesem Vorbild möchte nun auch im Langenfeld im Rheinland folgen. 2020 sollen 24 neue Bushaltestellen mit begrünten Dächern versehen werden. Auch in Hamburg gibt es Pläne, die Dächer von Bushaltestellen bienenfreundlich zu gestalten. Konkret würde das bedeuten: Rund 10.000 Haltestellendächer für den Artenschutz.

Das Wunderbare an dieser Idee: Jeder Ort kann sie aufgreifen! So gibt es unter anderem auch Bremen, Leipzig und Ludwigshafen entsprechende Pläne für mehr insektenfreundliche Blühflächen.

Unser Tipp

Blütenmeer auch auf kleinstem Raum

Bereits vorhandene öffentliche Flächen bienenfreundlich zu gestalten, ist gerade in Städten eine hervorragende Herangehensweise. Auch private Stadtgärtner können Fensterbrett oder Balkon zur Bienenoase umgestalten. Wir zeigen, wie man auch auf kleinstem Raum eine Bienenweide zaubern kann.