Artenvielfalt und Biodiversität

Mit dem Begriff der Artenvielfalt umschreibt man die biologischen Arten innerhalb eines Gebietes oder eines bestimmten Lebensraums. Dabei unterscheidet man meist zwischen der Pflanzen- und Tierwelt, also Flora und Fauna. Die Artenvielfalt ist ein Teilaspekt der biologischen Vielfalt, auch Biodiverstität genannt.

Unter Biodiversität oder biologischer Vielfalt versteht man die Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume sowie der Tier- und Pflanzenarten mitsamt unterschiedlicher Sorten und Rassen - also Vielfalt unterschiedlicher Ökosysteme und die Fülle an genetischer Vielfalt

Landschaften sowie die Flora und Fauna, die darin zu finden sind, beeinflussen sich gegenseitig und sind unweigerlich in ihrem Bestehen miteinander verknüpft. So sind manche Tiere auf bestimmte Pflanzen angewiesen, die nur in gewissen Lebensräumen vorkommen und die Pflanzen wiederum brauchen die Tiere, um sich beispielsweise vermehren zu können. Durch genetische Vielfalt verbessert sich die Anpassungsfähigkeit an Gegebenheiten und Veränderungen. Daher kann sich eine vielfältige Umwelt auch besser an Klimaveränderungen anpassen. 

Ein orangener Schmetterling auf einer lila Blume

Verschwindende Vielfalt

Der Wandel der Natur- sowie der Kulturlandschaft und der damit einhergehende Verlust und die unmittelbare Veränderung von Lebensräumen, gelten als Hauptursachen für die schwindende Artenvielfalt. 
Nicht nur „wilde“ Landschaften haben einen deutlichen Wandel durchlaufen, auch bei Kulturpflanzen wie Obst und Gemüse ist das Verschwinden der Vielfalt erschreckend. So sind laut Schätzungen der UN-Welternährungsorganisation FAO seit Beginn des 20. Jahrhunderts weltweit 75% der Kulturpflanzenvielfalt unwiederbringlich verschwunden. In Deutschland geht man mittlerweile sogar von 90% aus.
In der Landwirtschaft gibt es zudem entscheidende Faktoren, die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt haben können, dazu zählen Monokulturen, Überdüngung oder die Anwendung von schädlichen Pflanzenschutzmitteln.

Wilde, bunte Blumenwiesen mit einer Blütenfülle in unterschiedlichsten Formen und Farben sind vielerorts verschwunden, sie gehören nur noch zur Erinnerung aus Kindheitstagen. Mit den Pflanzen auf Wiesen, Feldern und Wäldern verändert sich auch die Tierwelt. Insbesondere bei Vögeln und Insekten, dazu zählen auch die Wildbienen, ist der Rückgang der Artenvielfalt gravierend.

Eine Biene bestäubt eine gelbe Blume.

Wildbienen als Symbol

Betrachtet man die Wildbienen als Vertreter der Insektenwelt, fällt es etwas leichter, das Ausmaß des Artensterbens zu erkennen. In Deutschland geht man von rund 560 Wildbienenarten aus. Nur etwa ein Drittel dieser Arten ist ungefährdet, der große Rest gilt als gefährdet, stark gefährdet, extrem selten, vom Aussterben bedroht oder bereits als ausgestorben.

Indem man Wildbienen schützt, setzt man sich zugleich für den gesamten Artenschutz ein. Denn auch Wildbienen sind auf einen vielfältigen Lebensraum angewiesen und andersherum. Das ist auch ein Grund, warum wir von #beebetter uns stark machen und warum wir Bienen schützen

Zwei Bienen bestäuben eine weiße Blüte.

Ausgezeichnet

Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Weil sich #beebetter nicht nur für den Bienenschutz stark macht, sondern auch für die Biodiversität, ist die Initiative als offizielles Projekt der UN-Dekade für biologische Vielfalt ausgezeichnet worden. Mit dieser Auszeichnung würdigen die Vereinten Nationen Projekte, die auf die schwindende Vielfalt von Flora und Fauna aufmerksam machen und die Öffentlichkeit zum Handeln animieren.