Projektbeschreibung

Keine zwei Jahre ist es her, dass sich Marthe-Siobhán Hecke und ihr Garten- und Lebenspartner ans Werk gemacht haben, um ihren Garten völlig umzukrempeln. Umso beeindruckender ist das grüne Reich mit einem mannigfaltigen Bestand an bienenfreundlichen Pflanzen, das sie auf 500 m² geschaffen haben.

Gestaltung des Bienengartens

Bei der Gartengestaltung hat das Zweiergespann stets an das Wohl von Bienen und andere Bestäuber gedacht. Bäume, Büsche und Blumen mit einem reichen Blütenangebot sind so kombiniert und auf dem Grundstück verteilt, dass Insekten nahezu ganzjährig Nahrung finden können. Rings um das Haus und ihre Erdgeschosswohnung haben die Hobbygärtner bunte Beete angelegt und unzählige Obstgehölze, heimische Wildsträucher sowie blühfreudige Ziersträucher und Stauden eingepflanzt. Auch für Frühblüher wie Zwiebelblumen ist gesorgt, damit die Frühstarter unter den Wildbienen ebenfalls Blüten finden, an denen sie sich stärken und Pollen oder Nektar sammeln können.

„Unsere Pflanzen locken eine tierische Vielfalt an Bienen, Hummeln und Schmetterlingen an. Besonders begeistert sind wir von den dicken Holzbienen, die sich bei uns ebenfalls sehr wohlzufühlen scheinen.“

Bienenfreundliche Pflanzenauswahl

  • Vor dem Haus wurden mehrere Beete angelegt, in denen eine Mischung aus Stauden, Frühblühern und Wildblumen gedeiht, die Insekten wie magisch anzieht
  • Im Vorgarten befinden sich zudem vier Apfelbäume, zwei Zieräpfel, ein Pfirsich, eine Nektarine, eine Aprikose und eine Zierkirsche – die Blüten sind im Frühjahr ebenfalls sehr beliebt bei den Wildbienen
  • An der Hauswand stehen mehrere mediterrane Kübelpflanzen, z. B. Orangenbäumchen, deren Blüten für Bienen sehr attraktiv sind
  • Ferner gibt es dort viele Töpfe mit bienenfreundlichen Stauden und Zierbäumen
  • Rechts neben dem Haus sorgen Goldrute, Kornblumen, Zierlauch und vieles mehr über Wochen für ein reichhaltiges Blütenangebot
  • Ein Apfelbaum, ein Bienenbaum und weitere bienenfreundliche Gehölze wie Zierapfel ergänzen die Palette
  • Links neben dem Haus wachsen eine Mirabelle, eine Zwetschge sowie eine Kirsche mit Wildblumen als Unterpflanzung
  • Außerdem findet man hier Heidelbeeren, Johannisbeeren und verschiedene frühblühende Stauden
  • Im hinteren Garten wurden zahlreiche Obstbäume und ein Kampferbaum gepflanzt
  • In Kräuterbeeten blühen im Sommer mehrere Basilikumsorten, verschiedene Minzen, Lavendel, Rosmarin, Thymian, Borretsch und Kapuzinerkresse um die Wette
  • In mehreren Bereichen des Gartens erblühen Mischungen aus heimischen Wildblumen und Gründüngungspflanzen, darunter Alexandrinerklee, Buchweizen, Dill, Esparsette, Futtererbse, Gelbsenf, Inkarnatklee, Koriander, Kornblume, Lupine, Malve, Phacelia, Ramtillkraut, Ringelblume, Schwarzkümmel, Serradella, Sommerwicke, Sonnenblume, Weißer Senf, Öllein und Ölrettich

Lebensräume für Wildbiene & Co

Attraktive Wohnräume und Verstecke für Nützlinge ergänzen das reichhaltige Nahrungsangebot, „Hinter dem Haus haben wir einen Teich angelegt, der für Libellen besonders interessant ist und einigen Gartenbewohnern als Wasserstelle dient. Daneben steht unsere Bienenbarke mit einem Wildschwarm von Honigbienen, über die wir uns sehr freuen.“

Als Unterschlupf für Wildbienen dienen Nisthilfen, Insektenhotels, Totholzhaufen, hohlstielige Stauden und vieles mehr. An offenen Lehm- und Sandflächen besorgen sich einige Bienenarten Baumaterial, wieder andere nutzen sie als unterirdische Kinderstube. Auch um Gartenbesucher wie Igel, Vögel, Eichhörnchen oder Fledermäuse kümmert sich das Paar mit Hingabe und stellt ihnen Futter, Unterkünfte sowie Brutplätze zur Verfügung.

Saatgut für die Nachbarschaft

Da es zu viele Schottergärten gibt, in denen man kaum oder kein Leben findet, hat sich Marthe-Siobhán etwas einfallen lassen. Im Frühling kam sie auf die Idee, die biologische Vielfalt im Ort mittels gratis Saatgut zu fördern. Also hat die Bienenhelferin vier Kilogramm einer Wildblumenmischung für Insekten in kleine Tütchen abgefüllt und diese am Straßenrand zum Mitnehmen bereitgestellt. Zusammengenommen ergeben sich aus dem Saatgut mehr als 300 m² Bienenweide und tatsächlich haben sämtliche Samentütchen einen Abnehmer gefunden. „Bald darauf haben mich über Social Media viele Bilder von frisch sprießenden Wildblumenecken erreicht. Dieser Erfolg hat mich sehr gefreut und motiviert mich, die Aktion mit vorgezogenen Pflänzchen oder Bienenstauden zu wiederholen.“

Hintergrund

„Ich war schockiert darüber, wie viele Schotterflächen es in unserer Gegend mit einem Mal gab und in welchem Ausmaß die Vielfalt dadurch abgenommen hat. Daher haben wir uns vorgenommen, möglichst viel Lebensraum für möglichst viele Arten zu erschaffen. Eigene Bienen zu halten oder Insektenhotels zu bauen, ist nur der Anfang, denn wir wollen viele bestehende Ideen ausbauen und unseren Garten in ein wahres Blütenmeer verwandeln.“

Weitere Pläne & Ziele

Um die bienenfreundlichen Flächen zu erweitern und die Artenvielfalt im Garten weiter zu bereichern, sollen weitere Pflanzen und Nisthilfen her. Zudem ist geplant, das Garagendach mit Wildobstgehölzen wie Sanddorn zu begrünen, die Trockenheit vertragen, Früchte abwerfen und zugleich attraktiv für Bienen sind. Außerdem würde sich Marthe-Siobhán Hecke gern ein zweites Bienenvolk zulegen, allerdings sind selbst kleinere Bienenbarken recht teuer in der Anschaffung. Doch mit dem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro können sich die beiden nun sicherlich den ein oder anderen Wunsch erfüllen.

„Ich hoffe, dass unser Garten künftig so schön blühen wird, dass sich die Nachbarn davon anstecken lassen und die Schottergärten wieder verschwinden.“

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