Veröffentlicht am 09.08.2022 um 14:23 Uhr

Warum stechen Bienen und Wespen?

Wespen können im Spätsommer recht lästig werden, vor allem am gedeckten Tisch wirken sie oftmals aufdringlich oder sogar aggressiv. Dann gilt es in erster Linie Ruhe zu bewahren! Denn wildes Gestikulieren stachelt die unerwünschten Gäste noch mehr an. Doch auch wenn man sich still verhält, kann es in solchen Situationen leider häufiger mal zu einem schmerzhaften Stich kommen.

Bienen hingegen sind keine angriffslustigen Zeitgenossen, insbesondere Wildbienen gelten als sehr friedlich und zurückhaltend. Doch wenn Honigbienen sich bedroht fühlen oder ihren Bienenstock in Gefahr sehen, gehen sie zur Verteidigung über. Oftmals ist es aber gar kein direkter Angriff, sondern vielmehr die Sohle eines Barfußläufers, die unglücklicher Weise auf den Bienenstachel trifft. Unglücklich, weil ein Bienenstich sehr schmerzhaft sein kann. Unglücklich aber auch, weil die Biene nach einem Stich in der Regel ihr Leben lässt. Anders als bei einer Wespe hat der Bienenstachel nämlich Widerhaken und bleibt daher meist samt Hinterleib in der Haut stecken, was die Biene nicht überlebt.

Wir Menschen können uns bei einem Bienenstich mit einfachen und altbewährten Mitteln helfen. Welche das sind und worauf Sie im Fall des Falles achten sollten, erfahren Sie hier.

Was tun beim Bienenstich?

Wenn man von einer Biene gestochen wurde, heißt es zunächst, ruhig bleiben, hinsetzen und sich kurz sammeln. Als nächstes sollte man die Einstichstelle ausfindig machen, um sich ein Bild davon zu machen und nötigenfalls den Stachel zu entfernen. Diesen schiebt man am besten mit dem Fingernagel, einer Bankkarte oder einem ähnlich flachen Gegenstand vorsichtig seitlich heraus. Benutzt man zwei Fingerspitzen oder eine Pinzette, kann es passieren, dass man den Giftsack am Stachel zerdrückt und das Bienengift somit noch weiter in der Wunde verteilt. Wenn Sie nicht allergisch reagieren, kann ein Bienenstich zwar unangenehm und schmerzhaft sein, doch bedrohlich ist er in den meisten Fällen nicht. Dennoch sollten Sie den betroffenen Fuß hochlegen oder die gestochene Stelle möglichst hoch lagern und kühlen. Wichtig ist: nicht kratzen! Denn dadurch verteilt sich das Bienengift noch mehr, zudem kann das Kratzen zu Infektionen führen. Gegen den Juckreiz gibt es bewährte Mittel, die zugleich Rötungen, Schwellungen und Schmerzen nach einem Bienenstich entgegenwirken.

Welche Hausmittel helfen bei einem Bienenstich?

Diese drei einfachen Hausmittel haben sich im Fall eines Insektenstichs bewährt:

Frische Zwiebel:

Zwiebelsaft hat eine kühlende, desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung. Um diese Eigenschaften bei einem Bienenstich zu nutzen, halbiert man eine Zwiebel und drückt die Schnittfläche auf die betroffene Stelle. Sobald die eine Hälfte unangenehm warm geworden ist, verwendet man die zweite Zwiebelhälfte. Sollte die Schnittfläche austrocknen, schneidet man einfach eine Scheibe ab, sodass frischer Saft austreten kann.

Essigwickel:

Essig lindert den Juckreiz, wirkt zudem kühlend und hemmt Entzündungen. Für einen Essigwickel mischt man Leitungswasser mit einem kräftigen Schuss Essig und tränkt damit ein sauberes Lein- oder Baumwolltuch (z.B. Küchentuch oder ein Molltontuch). Das Tuch ein wenig ausdrücken, bevor man es auf die Stichstelle auflegt oder um das betroffene Körperteil wickelt. Sobald die kühlende Wirkung nachlässt, tränkt man das Tuch erneut und wiederholt die Anwendung nach Bedarf so oft, wie es sich gut anfühlt.

Quarkwickel:

Quark, so heißt es in der Volksmedizin, zieht das Gift aus der Wunde. Und tatsächlich hilft ein Umschlag mit Quark gegen Schwellungen, wirkt zugleich kühlend und hemmt den Juckreiz. Dafür verteilt man ein wenig von dem Milchprodukt auf einem Stofftuch und wickelt dieses um das angestochene Körperteil. Das kann man so oft wiederholen, wie es Not und gut tut.

Muss ich bei einem Bienenstich zum Arzt?

In der Regel klingen Symptome wie Schwellung, Rötung, Schmerz, Hitzegefühl und Juckreiz an Händen, Füßen und Co nach einigen Tagen wieder ab. Sollte dem nicht so sein und der Bienenstich weiterhin stark geschwollen oder schmerzhaft sein, empfiehlt es sich, sicherheitshalber einen Arzt aufzusuchen.

Sollte die Biene hingegen am Kopf, insbesondere am Hals oder im Mund- und Rachenbereich zugestochen haben, ist es ratsam, sogleich einen Arzt zu rufen. Denn in diesen Bereichen können Schwellungen dazu führen, dass sich die Atemwege verengen und man nur schlecht oder sogar keine Luft mehr bekommt. Auch im Falle einer Bienenstich-Allergie ist schnelles Handeln angesagt.

Wie zeichnet sich eine Bienenstich-Allergie aus ?

Reagiert jemand allergisch auf Bienengift, kann es zu einer Schockreaktion kommen, die sich in Form von fallendem Blutdruck, steigendendem Puls und Atemnot zeigen kann. Zu den schnell auftretenden Symptomen zählen:

  • Schwindel, Blässe, Unwohlsein
  • Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
  • Geschwollene Lippen, Zunge, Hals oder Gesicht
  • Atemnot oder pfeifende Atemgeräusche
  • Rötungen und Quaddeln, die auch an anderer Stelle als dem Stich auftreten
  • Kreislaufkollaps

Weil sich Allergien auch erst im Laufe der Jahre entwickeln können, ist es stets ratsam, Ruhe zu bewahren, den Bienenstich und die gestochene Person aber auch aufmerksam im Auge zu behalten, um bei möglichen allergischen Reaktionen schnell handeln zu können. Mal davon abgesehen tut Aufmerksamkeit immer gut, wenn man sich verletzt hat und dazu zählt nun mal auch ein Bienenstich.

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