Blütenpracht für Spätsommer und Herbst

Die gelb-orangenen Blüten der Ringelblumen (Calendula officinalis) zeigen ihre Farbenpracht schon ab Mai und strahlen bis in den Oktober hinein. Sonnig und trocken - so mag es die Fetthenne (Sedum Album). Die Nektar- und Pollenpflanze blüht zwischen Juni und August. Die Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus var. laevigatus), auch bekannt als Knallerbsenstrauch, eignet sich zwischen Juni und September als Futterquelle für Wildbienen und andere Insekten. Sonnenhut (Rudbeckia) lässt den Spätsommer in leuchtenden Farben erstrahlen! Neben dem klassischen Purpurrot der Wildart, gibt es inzwischen auch Sorten mit hellroten, hellrosafarbenen, orangen, gelben und cremeweißen Blüten. Der Wilde Engelwurz (Angelica sylvestris) öffnet seine Blüten meist schon ab Juli und ist bis September eine Anlaufstelle für Nahrungssuchende. Roter Engelwurz (Angelica gigas) mag es sonnig bis halbschattig und bevorzugt sandig bis lehmigen Boden.

Nach Artischocken (Cynara scolymus) schlecken sich nicht nur Feinschmecker die Finger, auch Nützlinge fliegen auf die violetten Blütenköpfe. Grün-gelbe Blüten trägt der Efeu (Hedera helix) meist zwischen September und Oktober. Er mag eine steinig bis tonige Bodenbeschaffenheit und genießt gerne ein paar Sonnenstunden. Zur Astern-Familie (Aster) zählen über 180 bekannte Arten. Wildbienen mögen in dieser Jahreszeit folgende gerne: Berg-Aster (Aster amellus), Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae) und Schleier-Aster (Symphyotrichum cordifolium) blühen zwischen August und September, Glattblatt-Aster (Symphyotrichum novi-belgii) zwischen August und Oktober und die Feinstrahlaster (Erigeron Hybride) zeigt ihre Blüten zwischen Juni und Juli und nochmals im September. Auch bienenfreundliche Kissen-Astern (Aster dumosus) blühen bis weit in den Spätherbst hinein.

Bis in den Oktober hinein erfreut die Bergminze (Clinopodium nepeta) mit ihrem Blütenkleid. Ebenfalls bis in den Oktober blühen die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), Zinnie (Zinnia elegans) sowie Bartblume (Caryopteris clandonensis). Dabei haben diese Blühpflanzen eines gemeinsam: Sonnig muss es sein! Dann gedeihen sie am besten.

Die Besenheide (Calluna vulgaris) zeigt sich zwischen August und November in den unterschiedlichsten Farben: Violett, gelb, orange, rot, rosa und weiß.

Remontierende Wildblumen im September:

Unter den passenden Bedingungen öffnen einige Wildblumen ihre Blüten im September ein zweites Mal. Dazu zählen Natternkopf (Echium vulgare), Flockenblume (Centaurea), Glockenblumen (Campanula) und Kornblume (Centaurea cyanus). Diese spenden bereits im Juni und Juli das erste Mal Nahrung.

Auch die Witwenblume (Knautia macedonica) blüht zu dieser Zeit erneut. Am wohlsten fühlt sie sich auf einem trockenen, nährstoffreichen und möglichst sonnigen Erdboden. Meist ab Mai zeigen Wilde Malven (Malva sylvestris) ihre Blütenköpfe zum ersten Mal im Jahr. Sie zählen ebenfalls zu den Sonnenanbetern! Die dunkelgelben Blüten des Rainfarns (Tanacetum vulgare) verschönern so manchen Waldwegrand. Der Kräftige Duft zieht Nützlinge an. Horn- und Rotklee (Lotus und Trifolium pratense) erfreuen uns oft zweimal im Jahr mit ihren Blütenständen. Beide stammen aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Zu den Margeriten (Leucanthemum) zählen 42 verschiedene Arten. Als Wild- und Wiesenblume gelten Margeriten als robust und sehr pflegeleichte Nahrungsquellen, welche auch im Halbschatten gedeihen.