Veröffentlicht am 25.04.2022 um 13:11 Uhr

Text: Antje Sommerkamp

Paradies für Wildbienen im eigenen Garten

Wildbienen benötigen drei Dinge: ausreichende Nahrungspflanzen, geeignete Nistmöglichkeiten sowie Baumaterial für ihre Brutzellen. Eine große Artenvielfalt an heimischen Pflanzen lässt sich auch auf kleiner Fläche verwirklichen. Achten Sie beim Kauf auf Sorten mit ungefüllten Blüten, die insbesondere Wildbienen Nektar und Pollen spenden; Wildblumenmischungen zum Aussäen gibt es auch speziell für Wildbienen. Verwenden Sie außerdem möglichst unbehandelte Pflanzen aus Bio-Gärtnereien.

Astern mit Hummel
Unser Tipp

5 Tipps für den Pflanzenkauf

Wer seinen Garten in ein blühendes Paradies für Wildbienen verwandeln möchte, sollte beim Kauf von Bienenpflanzen und bei der Gartengestaltung ein paar Dinge beachten. Diese 5 Tipps für bienenfreundliche Pflanzen sollen dabei helfen.

Im Naturgarten finden die Insekten auch jede Menge Nistmöglichkeiten. Die Mehrzahl der Wildbienen-Arten nistet im Boden; zum Bau ihrer Bruthöhlen benötigen sie offene, unversiegelte Bodenflächen, Sandhaufen oder -hügel, sandgefüllte Fugen sowie naturbelassene sonnige Böschungen. Arten, die in Hohlräumen nisten, nutzen Steinspalten von Mauern, hohle Röhren oder eigens für sie aufgestellte Nisthilfen. Morsches, trockenes Holz, leere Schneckenhäuser und stehengelassene Pflanzenstängel im Beet werden ebenso von einigen Arten als Brutplatz genutzt. Das Baumaterial für ihre Brutzellen finden die meist als Einzelgänger lebenden Wildbienen in Sand-, Kies- und Lehmgruben, für die sich in einer sonnigen Ecke einPlätzchen findet. Der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, das Fördern von Nützlingen und die Verwendung von Bio-Düngern und -Pflanzsubstraten sind im Naturgarten selbstverständlich – für ein blühendes Wildbienen-Paradies!

wo die wilden Bienen wohnen

Wichtigste Wildbienenpflanzen für den Garten

Zwiebelblumen:

Botanischer Krokus, Blaustern, Traubenhyazinthe, Märzenbecher, Botanische Narzisse, Wild-Tulpe, Zierlauch

Mehrjährige Stauden:

Steinkraut, Wiesen-Glockenblume, Moschus-Malve, Rainfarn, Woll-Ziest, Fetthenne, Herbst-Aster

Wild-Stauden:

Akelei, Buschwindröschen, Gamander, Färberkamille, Flockenblume, Flohkraut, Platterbse, Gänse-Schöterich, Gelbweiderich, Wiesenknopf, Hauhechel, Hundskamille, Lungenkraut, Natternkopf, Mannstreu, Schafgarbe, Seifenkraut, Wegwarte, Witwenblume

Kräuter:

Rosmarin, Thymian, Borretsch, Beinwell, Salbei, Oregano

Hummel im Borretsch Blühkräuter Kiepenkerl
Unser Tipp

Bienenfreundliche Pflanzenkollektion

Auch blühende Kräuter sind regelrechte Bienenmagneten, die sich auf dem Balkon wohlfühlen. Damit es im Garten oder auf Terrasse und Balkon so richtig summt und brummt, gibt es nun die bienenfreundliche Blühkräuterkollektion von #beebetter und Kiepenkerl. 

Das braucht ein Bienengarten

  • Heimische Artenvielfalt
  • Bio-Pflanzen
  • Wildblumen-Wiese
  • Nistmöglichkeiten
  • Offene Sand-, Lehm- oder Schotterböden
  • Keine Pestizide
  • Bio-Dünger

Wildbienen-Fakten auf einen Blick

Wildbienen...

  • zählen zu den wichtigsten Bestäubern von Wild- und Kulturpflanzen
  • produzieren keinen Honig
  • sind friedfertige Insekten, die nur im äußersten Notfall stechen. Der Stachel vermag kaum die Haut zu durchdringen
  • sind zwischen 2 mm und 3 cm groß
  • legen nur kurze Flugstrecken von 100–300 Metern (kleine Arten) bzw. 600–1200 Metern (größere Arten) zurück
  • bauen ihre Nester in der Erde, in Hohlräumen, in Pflanzenstängeln, Steilwänden oder morschem Holz
  • überwintern meist als Ruhelarve oder Vorpuppe in ihren Brutkammern
  • leben als fliegende erwachsene Wildbienen meist nur vier bis acht Wochen
Beinwell (Symphytum officinale)
Unser Tipp

Noch mehr Wildbienen-Wissen

Schon gewusst? Manche Wildbienen schlafen in Blütenköpfen oder tapezieren ihre Nester mit Blütenblättern. Und das sind nur zwei erstaunliche Aspekte aus der Welt der Wildbienen.

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