Leider konnte die Feier für die #beebetter-Awards dieses Jahr nicht stattfinden, hast Du die Auszeichnung zumindest im kleinen Rahmen gefeiert?

Ja, wir haben Kuchen gegessen und den Film zum #beebetter-Award angesehen.

Als Gewinner in der Kategorie „Private Initiativen“ hast du neben dem #beebetter-Award auch ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro erhalten. Wofür wirst Du das Geld es verwenden?

Einen Teil davon haben schon für zwei weitere Kaugummiautomaten und für einen alten Kondomautomaten ausgegeben. Die sollen auch zu Saatgutautomaten umgebaut werden und bei der Gemüsewerft Bremen, innerhalb eines Schulprojekts und vor einem Café in Bremen aufgestellt werden. Außerdem kaufen wir davon neues Saatgut, Blumenzwiebeln und Kapseln. 

Welche neuen Ideen gibt es derzeit für Deine Initiative?

Auf unserem Instagram-Account im Dezember einen Adventskalender gemacht und jeden Tag etwas Schönes oder Praktisches gepostet, um die Reichweite zu vergrößern und noch mehr Abonnenten zu gewinnen.
Im Herbst waren die Kapseln im Automaten mit Zwiebelblumen gefüllt, jetzt gibt es stattdessen Saatgutkonfetti. Das ist bienenfreundliches Saatgut, das man zum Beispiel im Garten wie Konfetti in die Luft werfen kann und das dann zu Bienenfutter wird. Also werft an Silvester lieber Saatgutkonfetti statt Böllern! Davon haben alle was, auch die Bienen. Im Frühling kommt dann wieder Saatgut in den Automaten. 

Welche Projekte hast Du für das nächste Jahr geplant?

Wie schon gesagt wollen wir die drei neuen Saatgut-Automaten aufstellen und dann auch regelmäßig befüllen. Außerdem soll der Instagram-Account @naturschutz2go professioneller werden, damit wir noch mehr Leute erreichen und hoffentlich auch begeistern können. Und dann haben wir noch etwas zusammen mit der KlimaWerkStadt überlegt. Das ist ein ganz tolles Projekt in Bremen-Findorff mit Reparatur-Café und verschiedenen Veranstaltungen. Aktuell spare ich auf eine monatliche Spende von 5 Euro an die KlimaWerkStadtdie ein Jahr lang geht und deren Festkosten mitfinanziert. Und für nächstes Jahr haben wir einen Workshop geplant, wo wir den Leuten zeigen, wie man einen alten Automaten zum Saatgut-Automaten umbauen kann. Wegen Corona ist das alles noch unsicher, aber geplant ist das erstmal für den April. Außerdem bin ich nun Mitglied bei der Klimazone Bremen-Findorff und habe dem Verein den Erlös gespendet, den unser Saatgut-Automat bis Mitte Oktober eingebracht hat. 

Was hat sich seit der Auszeichnung durch #beebetter getan, was hat sich seither vielleicht verändert?

Unser Projekt hat auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit bekommen und wir haben danach zum Beispiel bei einer Video-Konferenz in der Aktionswoche "Eine Welt - Eine Woche - 17 Ziele" teilgenommen. Außerdem haben wir Leute von der Gemüsewerft kennengelernt, wo ja auch bald ein Saatgut-Automat stehen soll.
Der Film über uns, den es ja auch auf dem #beebetter-Kanal bei Youtube gibt, hat uns auch schon super geholfen. Zum Beispiel konnten wir den bei Veranstaltungen zeigen, um zu erklären, was wir machen.

Was erhoffst Du Dir für den Bienenschutz in der Zukunft?

Dass sich noch mehr Menschen aktiv werden, um die biologische Vielfalt und die Artenvielfalt zu erhalten, auch hier in Bremen. Und dass noch mehr Gärten bunter werden, damit Bienen und andere Insekten Nahrung finden.

Zum Projekt

Gewinner der Kategorie „Private Initiativen“ 2020

Mit gerade mal 13 Jahren ist Jonte Mai aus Bremen schon ein erfahrener und eifriger Bienenschützer, der fünf eigene Bienenvölker betreut und sich mit einer spannenden Aktion auch für Wildbienen stark macht. Mit der Idee „Naturschutz to go“ und einem recycelten Kaugummiautomaten ermöglicht er es anderen, im Handumdrehen etwas für die Artenvielfalt zu tun. Dafür hat er den #beebetter-Award 2020 erhalten.

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