Der Verein im Überblick

Der Landschaftserhaltungsverband Breisgau-Hochschwarzwald e.V. (LEV e.V.) wurde im März 2012 gegründet. Seit der Gründung wurden Landschaftspflegeprojekte in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro im Landkreis gefördert. Landwirte, Landschaftspfleger und Gemeinden können finanziell für ihre Leistung zur Pflege und Aufwertung der Natur unterstützt werden. Zu den Mitgliedern zählen 44 Gemeinden, Naturschutzverbände und der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband BLHV.
Seit zwei Jahren bietet der LEV e.V. Zweckbetrieb auch die Umsetzung und Betreuung von Ausgleichsmaßnahmen an und unterstützt die Flächensuche, damit landwirtschaftliche Flächen geschont und Gemeinden bei der Umsetzung dauerhaft unterstützt werden.

Maßnahmen für den Bienenschutz

386 Bienenarten sind alleine in Weinbauregionen wie dem Kaiserstuhl und Tuniberg nachgewiesen, viele weitere kommen in den Weinbergen im Markgräfler Land vor. Der Bestand der Bienen ist stark gefährdet! Zu den Ursachen des Bienensterbens zählt beispielsweise der zunehmende Verlust von Lebensräumen, wodurch Insekten weniger Nahrung und Nistplätze finden.

Der LEV Breisgau-Hochschwarzwald sucht Menschen, die sich für Wildbienen einsetzen und den Landkreis besonders bienenfreundlich gestalten möchten. Doch die Arten sind wählerisch: Die Weibchen können nur etwa 350 m Luftlinie von ihren Nistplätzen aus fliegen, um Pollen zu sammeln. Rund 75 % der Arten nisten im Boden, beispielsweise in besonnten Böschungen, Lösswänden und an Wegrändern. Viele davon brauchen spezielle Pflanzen wie Flockenblumen, Glockenblumen und Resede für ihre Nachkommen.

Unterstützung

Der LEV bietet kostenfrei Saatgut für die Anlage von kleineren Wildbienen-Wiesen an, das an Interessierte abgegeben wird. Am Kaiserstuhl und Tuniberg wird die Aktion durch Naturschutzgelder der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH unterstützt.

Gesucht werden ausschließlich Flächen außerhalb der Siedlungen in der Nähe zu Reblagen mit Rebböschungen mit einer Mindestgröße von 100 m². Die Flächen müssen künftig gepflegt werden mit einer jährlichen Mahd und Abtransport des Schnittguts.

 

Ansprechpartner:

Anja Döring

Tel.: +49 761 2187 5896  

[email protected]

 

Tipp des Vereins

Hobby-Gärtner aufgepasst!

Gärtner können jetzt selbst etwas für Wildbienen in ihrem Garten tun: Schneiden Sie Himbeeren nur 40 cm über dem Boden ab, denn in den Stängeln nisten Wildbienen! Belassen Sie in Gemüsegärten Rosen- und Grünkohl bis er wunderschön blüht, säen sie Ackersenf als Gründüngung und lassen diesen für die bedrohte Senf-Blauschillersandbiene (Wildbiene des Jahres 2019), blühen. Fördern Sie heimische Wildblumen wie die Skabiosen-Flockenblume oder Stauden wie Steppensalbei, Wollziest und Strahlenastern als Pollenpflanzen.