Das steckt drin

Die Bienengarten Samen-Mischung vom #beebetter-Partner Neudorff, die wir bei unserer Kantinenaktion an Burda-Mitarbeiter sowie an Besucher verschiedener #beebetter-Aktionen verteilt haben, enthält über 25 ein- und mehrjährige, heimische Wildblumen und Wildpflanzen. Die bienenfreundlichen Trachtpflanzen wie z. B. Moschusmalve, Wiesenflockenblume und Natternkopf stellen von Frühjahr bis Herbst eine Nahrungsquelle für Wildbienen dar.

Weil uns viele interessierte Besucher gefragt haben, was denn genau in den Saattütchen drinsteckt und wie man die Wildblumen zum Blühen bringt, stellen wir euch die Mischung genauer vor.

Zusammensetzung

  • Achillea millefolium – Gemeine Schafgarbe
  • Anethum graveolens – Dill
  • Anthemis tinctoria – Färberkamille
  • Aquilegia vulgaris – Akelei
  • Barbarea vulgaris – Barbarakraut
  • Betonica officinalis – Heilziest
  • Calendula officinalis – Garten-Ringelblume
  • Campanula patula – Wiesenglockenblume
  • Centaurea cyanus – Kornblume
  • Centaurea jacea – Wiesenflockenblume
  • Crepis biennis – Wiesenpippau
  • Dianthus deltoides – Heidenelke
  • Echium plantagineum – Wegerichblättriger Natternkopf
  • Echium vulgare – Natternkopf
  • Hieracium pilosella – Kleines Habichtskraut
  • Hypericum perforatum – Echtes Johanniskraut
  • Knautia arvensis – Wiesenwitwenblume
  • Leonurus cardiaca – Herzgespann
  • Leucanthemum vulgare – Margerite
  • Linum grandiflorum – Großblütiger Lein
  • Lotus pedunculatus – Sumpf-Hornklee
  • Malva moschata – Moschusmalve
  • Onobrychis arenaria – Sand-Esparsette
  • Origanum vulgare – Wilder Majoran/Dost
  • Papaver rhoeas – Klatschmohn
  • Pimpinella saxifraga – Bibernelle
  • Primula veris – Wiesen Schlüsselblume
  • Prunella grandiflora – Große Braunelle
  • Salvia pratensis – Wiesensalbei
  • Thymus vulgaris – Gartenthymian
  • Trifolium medium – Mittlerer Klee
  • Verbena officinalis – Eisenkraut
  • Vermiculit (natürliche Streuhilfe)

Standort

Verwendung nur im Kleingarten. Samenfeste, robuste Arten, vielfältig einsetzbar für alle Standorte – auch auf Baumscheiben, als Beetbegrenzung sowie an Weg- oder Auffahrträndern.

Aussaatzeit: von März bis Juni und von September bis Oktober 

Blütezeit: blüht bereits im ersten Jahr, lange Blühdauer von März bis Oktober möglich

Wuchshöhe: ca. 70 cm

Anwendung

  • Boden durcharbeiten, von Wurzelunkräutern befreien
  • vor dem Aussäen den Portionsbeutel gut durchmischen 
  • gleichmäßig auf den Boden streuen, andrücken oder anwalzen
  • sehr gut angießen und nach Aussaat gleichmäßig feucht halten

Gut zu wissen

Die in dem Bienengarten enthaltenen Wildblumen sind robust, vital und mit geringem Nährstoffbedarf. Dank einjähriger Arten erscheint die Blüte bereits wenige Wochen nach der Aussaat im Frühling. Zwei- und mehrjährige Wildstauden erblühen im zweiten Jahr nach Aussaat und ermöglichen einen stabilen Pflanzenbestand über Jahre hinweg. Wird die Mischung im Frühherbst ausgesät, blühen die Wildstauden bereits im Frühsommer des kommenden Jahres. Verzichten Sie auf Pflanzenschutzmaßnahmen – die Wildblumenwiese dient in erster Linie als Nahrungsquelle und Lebensraum für Wildbienen.

Fünf Fragen an Sabine Klingelhöfer

Als Gartenbau-Ingenieurin bei Neudorff engagiert sich Sabine Klingelhöfer beruflich für den Schutz der kleinen Nützlinge und hat die Bienengarten-Samen auch in ihrem Garten ausgesät. Das #beebetter-Jury-Mitglied verrät uns, was die Mischung bienenfreundlich macht und wie man sie am besten anwenden kann.

1. Wie wurde die Bienengarten Samen-Mischung zusammengestellt und worauf hat man bei der Pflanzenauswahl geachtet?

Wir haben auf viele verschiedene Faktoren geachtet. Dies war uns besonders wichtig:

- Pollen- und Nektar-spendende Arten

- Heimische Arten, aus deutscher Produktion

- Blütezeit von Frühling bis tief in den Herbst (gerade ab Spätsommer wird es dünn mit Blütenpflanzen in deutschen Gärten)

- Unterschiedliche Blütenformen (für Insekten mit kurzem Rüssel und auch mit langem Rüssel)

- Höhenstaffelung, d.h. es gibt hohe und niedrigere Arten. Aus zwei Gründen: manche Insekten mögen es lieber etwas geschützter. Und bei dieser Höhenstaffelung fällt nicht beim ersten Gewitterschauer die ganze Wiese um

- Natürlich Mehrjährigkeit

- Im ersten Jahr blühen die Einjährigen. Gleichzeitig keimen die Samen der zwei- und mehrjährigen Arten und bilden dicht am Boden Rosetten, aus denen dann ab dem zweiten Jahr die Blüten erscheinen. Das hat den Vorteil, dass der Boden schon von Anfang an gut bedeckt ist, so dass sich Unkraut nur schlecht ausbreiten kann

- Nur Arten, die mit so ziemlich allen Gartenböden zurechtkommen. Ausgesprochene Magerrasen-Arten sind nicht dabei, denn die finden sich in unseren Gärten kaum.

2. Was macht die Bienengarten Samen-Mischung so besonders bienenfreundlich?

- natürlich vor allem die Auswahl der Arten. Alle Arten bieten den Insekten Pollen und / oder Nektar an

- und die Blühzeitpunkte: wichtig ist ja für die Insekten, dass im ganzen Jahr Blüten vorhanden sind. Besonders im Spätsommer und Herbst wird es in unseren Gärten „dünn“ mit geeigneten Blüten.

3. Kann man die Bienengarten Samen-Mischung Bienengarten auch auf Terrasse und Balkon aussäen? Wenn nicht, gibt es ähnliche Bienen-Mischungen von Neudorff, die sich auf für Kästen und Kübel eignen?

Es geht – aber nicht so richtig gut. Aus diesen Gründen:

- Manche Arten in der Mischung werden bis 1,5 bis 1,8 Meter hoch. Das ist nur für große Kübel machbar, auf keinen Fall für Balkonkästen

- Manche Arten bilden sehr lange Wurzeln aus, was in Kübeln ja nicht so gut geht. Das gefällt ihnen dann nicht so gut.

- Einige Arten können locker 30 cm und mehr breit werden. Blühen aber nur 2-4 Wochen lang. Das ist für Kübel nicht so passend, man hat dann längere Zeit nur spärliche Blüten. 

4. Muss man die Wildblumen mähen? Wenn ja, wann und wie oft?

Mähen ist ein- bis zweimal nötig. Einmal direkt nach der Hauptblüte im Juli. Da blüht zwar noch etwas. Aber wenn man dann mäht, kommen viele Arten zu einer zweiten Blüte später im Jahr. Über den Winter bleibt dann alles stehen, was da ist. Dann freuen sich die Vögel über die Samen, und viele Insekten finden Unterschlupf. Erst im zeitigen Frühjahr, also März, sollte man dann die abgestorbenen Reste herunterschneiden.

5. Brauchen die Wildblumen nach der Aussaat besondere Pflege?

Wenn man im März einmal durchgeht und eventuell vorhandenes Unkraut ausreißt, ist das hilfreich. Sonst ist außer dem Schnitt nichts weiter zu machen – nur freuen!