Oregano ist eine trockenheitsverträgliches mediterrane Würzkraut, das man im Mai direkt ins Beet sät oder pflanzt. Oregano gedeiht nur auf einem durchlässigen, nährstoffarmen Standort in voller Sonne gut und benötigt weder Dünger noch Kompostgaben. Die genügsamen Gewächse lassen sich auch im Topf auf der sonnigen Terrasse halten. Zudem sind fast alle Varianten winterhart. Lediglich den Hopfen-Oregano (Origanum rotundifolium), ein attraktiver Blickfang im Blumenbeet, sollte man vor längeren Frostperioden mit einer Abdeckung aus Reisig schützen.

Zu beachten: Oregano vergreist meist nach wenigen Jahren, breitet sich im Garten jedoch durch Ausläufer oder Samen aus. Darüber kann man sich freuen, denn wenn sich die rosaroten oder weißen Lippenblüten je nach Sorte von Juni bis Okober öffnen, locken sie Bienen und Schmetterlinge an. In einem naturnahen Refugium fühlen sich die Kräuter, die gute Mischkultur-Nachbarn von Zwiebeln, Kartoffeln, Möhren und Tomaten sind, auch in Fugen und Ritzen von Wegplatten und Steinmauern wohl.

Unser Tipp

Oregano: Verwendung in der Küche

Als Pizzakraut ist Oregano zwar bekannt, der genügsame Lippenblütler kann jedoch auch zum Würzen vieler anderer Speisen verwendet werden. Da er sein Aroma schnell und intensiv beim Kochen entfaltet, gibt man die Stiele – frisch oder getrocknet – erst kurz vor dem Ende der Garzeit dazu. Als Heilpflanze hat vor allem der Gemeine Dost (Origanum vulgare), die heimische Wildform von Oregano, eine lange Tradition, zum Beispiel als Tee bei Verdauungsbeschwerden oder Husten.