Die Stiftung im Überblick

Offenlandhabitate wie Heiden, Weiden, Mühlenteiche, Hochstaudenfluren und Streuobstwiesen sind Heimat vieler, teils vom Aussterben bedrohter, Pflanzen und Tierarten. Ziel der Stiftung Offenland ist es, in Leverkusen und in benachbarten Gegenden bestehende Habitate zu erhalten, potenziell wertvolle Offenlandflächen anzukaufen oder langfristig zu pachten und im Sinne der Stiftung zu entwickeln. Gründer der Stiftung sind Prof. Dr. Martin Denecke (Universität Duisburg-Essen, Biologe), Dr. Sascha Eilmus (Biologe) und Diplom-Kaufmann Alexander Dernbach (Jäger). Schon seit vielen Jahren sind sie in Sachen Naturschutz in Leverkusen aktiv.   

Aber was bedeutet Offenland eigentlich? Einfach gesagt ist alles Offenland, was nicht verbaut, nicht bewaldet oder ein Gewässer ist. Vielen heutigen Offenlandhabitaten ist gemein, dass sie Kulturland, also durch den Menschen entstanden, sind: Almen, Wiesen, Weiden, Heiden und Grünland sind ein Ergebnis Jahrhunderte währender Nutzung durch Mahd oder durch mehr oder weniger intensive Beweidung. Der Eingriff in die natürliche Vegetation war immens, aber dennoch keine Zerstörung: Äcker, Wiesen und Weiden, Heiden und Feldwege, Steinbrüche, Streuobstwiesen und Weinberge erlaubten die Zuwanderung oder Verbreitung vieler Pflanzen und Tiere, die diese Art von Lebensraum benötigen oder besser darin besser gedeihen, als in waldigen Gebieten. Besonders Insekten wie Wildbienen, Schmetterlinge und Heuschrecken profitieren von diesen Lebensräumen und dienen gleichzeitig anderen bedrohten Arten als Nahrung.

Maßnahmen für den Bienenschutz

Das artenreiche Offenland ist heute jedoch bedroht: Veränderte Flächennutzung und landwirtschaftliche Praktiken, Urbanisierung und Bodenversiegelung sind einige Ursachen, die zum Verschwinden geeigneter Lebensräume führen. Zudem muss eine ausreichende Pflege der Schutzgebiete sichergestellt werden, da wertvolle Lebensräume sonst einfach zuwachsen. Diese Pflegemaßnahmen sehen die Stiftungsgründer als eine ihrer Hauptaufgaben, die bereits mit Hilfe vieler Freiwilliger und befreundeter Landwirte jedes Jahr durchgeführt wird. Wiesen müssen zur rechten Jahreszeit gemäht, der Rohboden muss mitunter freigelegt und eine Ruderalfläche von den aufwachsenden Sträuchern befreit, vereinzelt Bäume gefällt werden. Auch Weidetiere wie Schafe helfen bei der Offenhaltung. Diese Tätigkeiten imitieren die einstige, extensive Nutzung und stellen die Lebensraumtypen wieder her. Offenlandbiotope und ihr unglaublich reiches Arteninventar – vor allem Wildblumen und Insekten spielen hier die Hauptrolle – können nur durch menschliche Hilfe bestehen. Es sind Lebensräume, die dem ständigen Wandel unterliegen und bedürfen. Um die Qualität und Entwicklung der Pflegegebiete zu beurteilen erfassen Stifter und ehrenamtliche Helfer Pflanzen-, Amphibien- und vor allem Insektenbestände, zum Beispiel durch das Tagfalter-Monitoring. Binnen weniger Jahre konnte beobachtet werden, wie artenarme Fettwiesen sich in bunte Blumenwiesen, Wildbienen-Paradiese und insektenreiche Räume verwandelt haben.

Die Stiftungsgründer haben ein umfangreiches Exkursions- und Vortragsprogramm auf die Beine gestellt, an dem Interessierte kostenlos teilnehmen können.

Unterstützung

Dass das Konzept erfolgreich ist, hat das Team Offenland bereits über Jahre auf Flächen der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt bewiesen: Diese Flächen zählen zu den artenreichsten und wertvollsten Biotopen Leverkusens mit zunehmenden Zahlen seltener Pflanzen und Tiere. Sie sind Refugien für Reptilien, Amphibien, Vögel, seltene Libellen, Heuschrecken, Schmetterlinge, Wildbienen und viele weitere Arten, die man im städtisch geprägten Gebiet Leverkusens nicht erwarten würde. Die Stiftung, die sich 2018 gegründet hat, konnte bereits im ersten Jahr neue Flächen hinzugewinnen und viele wichtige Kontakte zu Kommunen, Landwirten und anderen Naturschutzorganisationen knüpfen. 

Spendenkonten:

Offenland Stiftung

Sparkasse

IBAN: DE29 3755 1440 0100 1439 81

VR Bank

IBAN DE98 3706 2600 2020 0730 31

 

Unser Tipp

Ihre Mithilfe ist gefragt!

Ein weiteres Ziel der Stiftung ist es, Menschen in Leverkusen und benachbarten Räumen zu sensibilisieren für die Bedeutung des Lebensraums Offenland und potenziell biologisch wertvolle Flächen anzukaufen oder langfristig zu pachten. Diese Flächen sollen im Sinne der Stiftung entwickelt werden, um dem Verschwinden bzw. dem Rückgang vieler Pflanzen und Insekten entgegenzuwirken. 

Sie haben geeignete Flächen, die Sie gerne für den Artenschutz bereitstellen möchten, dann kontaktieren Sie die Stiftung direkt:

Mail: [email protected]