Das Vorhaben im Überblick

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Bayern hat es deutlich gezeigt: Immer mehr Menschen ist das Thema Artenvielfalt wichtig und sie wollen, dass die Landwirtschaft mehr zur Förderung der Biodiversität tut. Viele Landwirte sind bereit dazu. Einer von ihnen ist Phillip Krainbring. Er leitet einen Ackerbaubetrieb in Hohendodeleben und hat sich ausgerechnet: Wenn er dort, wo er dieses Jahr eigentlich Mais anbauen wollte, einen Hektar (10.000 Quadratmeter) aus der Anbaufläche herausnimmt und stattdessen mit einer Blühwiese Lebensräume für wilde Pflanzen und Tiere wie zum Beispiel Wildbienen schafft, dann fehlen ihm Einnahmen in Höhe von 5.000 Euro. Deshalb sucht Krainbring Bienenpaten für seine Blühwiese.

„Das Thema Artenvielfalt ist mir in den vergangenen Jahren deutlich bewusster geworden und bewusster gemacht worden. Ich habe in vielen Gesprächen mit Verbrauchern gemerkt, wie wichtig ihnen Artenvielfalt ist. Mir wurde klar, dass ich das Thema noch aktiver angehen muss. Manche Dinge kann man jedoch nicht alleine, sondern nur im Verbund schaffen. Deshalb habe ich jetzt diese Aktion gestartet, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen“, erklärt Krainbring.

Maßnahmen für den Bienenschutz

Auf einem Hektar seines Landes in Sachsen-Anhalt will Phillip Krainbring in diesem Frühjahr 2019 keinen Mais anbauen, sondern Lebensräume für wilde Tiere und Pflanzen schaffen – zusätzlich zu den von der EU vorgeschriebenen Greening-Maßnahmen. Auf 10.000 Quadratmetern soll ein Paradies für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten entstehen.

Unterstützung

Für beispielsweise 5 Euro können die Bienenpaten so einen Teil der Blühwiese von der Größe einer durchschnittlichen Küche (10 Quadratmeter) realisieren. Damit helfen sie, den Insekten auf Phillip Krainbrings Acker zwei Jahre lang Nahrung und Unterschlupf zu bieten. 5.000 Euro sind nötig, damit der Blühstreifen dem jungen Ackerbauern über die zwei Jahre so viel einbringt wie ein Hektar Mais.

„Diese Aktion ist natürlich erstmal nur ein kleiner Schritt. Aber sie ist ein Anfang und wenn sie gelingt, ist sie vielleicht ein Modell, wie wir gemeinsam, Bürger und Landwirte, nachhaltig etwas für die Artenvielfalt tun können“, erklärt Lea Fließ, Geschäftsführerin des Forum Moderne Landwirtschaft, das die Aktion mit seinem Verbraucher-Magazin moderne-landwirtschaft.de und auf seiner Facebook-Seite (80.000 Fans) begleitet. Dort finden Interessierte alle Infos zu der Aktion und können mit ein paar Klicks Wildbienenpate werden.

Über das Magazin, die exklusive Facebook-Gruppe „Wildbienenpaten: Neues vom Blühstreifen“ und Krainbrings Social-Media-Kanäle wird der Landwirt seine Wildbienenpaten über die Blühwiese auf dem Laufenden halten, einen virtuellen Blick auf die Fläche ermöglichen und zeigen, wie sie sich entwickelt und welche Insekten sich dort ansiedeln. So wird der Erhalt der Artenvielfalt zum Gemeinschaftsprojekt, direkt erfahrbar für alle, die Phillip Krainbring dabei helfen, mehr als nur Naturschutz nach Vorschrift zu leisten.

Unser Tipp

Über das Forum Moderne Landwirtschaft e.V.

Im Forum haben sich Verbände, Organisationen und Unternehmen der Agrarbranche zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Anliegen ist es, über die moderne Landwirtschaft zu informieren und den Dialog zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft zu stärken. Diese Aktivitäten finden unter dem Dach der Marke „Unser aller Wissen. Die Moderne Landwirtschaft“ statt. Das Forum zählt aktuell 61 Mitglieder und wird von mehr als 200 landwirtschaftlichen Betrieben unterstützt.

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