Unsere Westliche Honigbiene hat 25 Unterarten. Einige zeigen helle Streifen auf dem Rücken. Ziel ist die Züchtung von friedfertigen, widerstandsfähigen Rassen mit hohem Honigertrag. Und noch weit mehr Arten gibt es bei den Wildbienen zu entdecken, über 560 Wildbienenarten sind allein in Deutschland zu finden. Manche von ihnen sind zwar unscheinbarer als die bekannte Honigbiene, doch unersetzlich und faszinierend sind sie allesamt.

Wildbienen sammeln Pollen für ihren Nachwuchs. Die Gewöhnliche Bindensandbiene ist Einzelgänger und nistet im Boden.

Die Gehörnte Mauerbiene erkennt man an ihrem braun-roten Hinterteil. Diese Wildbiene nistet gern in Mauerritzen.

Die Garten-Blattschneiderbiene baut ihre Niströhren kunstvoll aus Blattstückchen in Mauerritzen oder Holzspalten.

Die blauschwarzen, ca. 2 cm großen Holzbienen sind wieder häufiger in milden Regionen sehen. Die Einzelgänger sammeln Nektar und Pollen und bauen ihre Nester in abgestorbenem Holz.

Eine der häufigsten Arten ist die Rostrote Mauerbiene, die in Gärten oder auf Streuobstwiesen zu Hause ist und gerne Nisthilfen wie Schilfrohre annimmt. Für die Entwicklung der Larven wird eiweißreicher Pollen mit Nektar aus Blüten vermischt und in jede Brutkammer als Nahrungsvorrat gelegt.

Zum Verwechseln ähnlich sehen Wespenbienen, eine bei uns gefährdete Wildbienengattung, unseren Echten Wespen. Sie sind sogenannte Kuckucksbienen und legen ihre Eier in die gemachten Nester anderer Wildbienen. So sparen sie sich den aufwendigen Bau eigener Brutzellen und ebenso das Sammeln von Nektar- und Pollenvorräten für die Nachkommen.

Auf sandigen Untergrund ist die Graue Sandbiene angewiesen. Sie gehört zu den Arten, die bereits im Frühjahr fliegen. Auf Löwenzahnblüten und Weiden kann man sie häufig antreffen. Sie nistet oft in großen Kolonien. Am grauen Pelz ist die noch nicht gefährdete Art leicht zu erkennen, sie kann jedoch mit der Weiden-Sandbiene verwechselt werden.

Schon im zeitigen Frühjahr kann man die Pelzbiene auf Pollen- und Nektarsuche im Garten entdecken. Sie gräbt ihre Nistgänge in Hänge oder Steilwände. Wildbienen sind übrigens deutlich effizientere Bestäuber als Honigbienen, denn sie besuchen in der gleichen Zeit mehr Blüten und sind teilweise auch bei niedrigeren Temperaturen unterwegs.

Wenig bekannt ist, dass auch Hummeln wie die Dunkle Erdhummel zu den Wildbienen zählen. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten sind sie keine Einzelgänger, sondern bilden Staaten mit einer Königin, bevorzugt in Erdlöchern. Die Ackerhummel ist häufig auf Wiesen und an Feldrändern zu beobachten. Im Garten gehören Taubnesseln und Disteln zu ihren bevorzugten Pflanzenarten.

Keine Einzelgänger sind die Furchenbienen. Die meisten bilden kleine Staaten mit Königin, Drohnen (männliche Bienen) und Arbeiterinnen in Erdnestern. In heißen Mittagsstunden oder bei schlechtem Wetter kann man Wildbienen schlafend in Blüten oder an Halmen festgebissen entdecken.

Hohle Stängel werden von der Scherenbiene zum Bau von Brutröhren genutzt – man sieht sie in Massen in den Halmen von alten reetgedeckten Bauernhäusern. Ihren Namen verdankt sie ihren großen Mundwerkzeugen. Scherenbienen fliegen von Mai bis August, auch in unseren Gärten.

Ein häufiger Gartengast ist die Löcherbiene. Wie andere Arten auch, muss sie bis zu 100 Blüten besuchen, um genug Nahrung für einen einzigen Nachkommen zu sammeln. Der Vorrat wird bei der Eiablage in die Brutkammer gelegt und ernährt die Larve während der gesamten Entwicklung.

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