Über den Naturpark Schwarwald Mitte/Nord

Deutschlands drittgrößter Naturpark ist einer von sieben Naturparken in Baden-Württemberg und 105 in ganz Deutschland. Mit einer Größe von 3750 Quadratkilometern erstreckt er sich von Ettlingen und Pforzheim im Norden bis nach Ettenheim und Schramberg im Süden. Der Naturpark ist als gemeinnütziger Verein organisiert, dessen Mitglieder 106 Städte und Gemeinden, sieben Land- und Stadtkreise, 16 Verbände und Vereine sowie einige Privatpersonen sind. Sein Ziel ist es, die vom Menschen seit Jahrhunderten gestaltete Kulturlandschaft im Mittleren und Nördlichen Schwarzwald in ihrer Schönheit und Vielfalt zu erhalten.

Mit seiner Arbeit fördert der Naturpark mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg, der Europäischen Union und der Lotterie Glücksspirale nachhaltige Projekte, die auf drei Hauptsäulen stehen:

  • Einen naturverträglichen Tourismus, etwa beim Anlegen von Trekking-Camps, Premiumwanderwegen, Erlebnispfaden oder Radwegen
  • Vermarktung regionaler Produkte, insbesondere durch die Unterstützung der heimischen Landwirte, Erzeuger und der Naturpark-Wirte
  • Grüne Projekte“ zur Pflege der Kulturlandschaft, beispielsweise durch Schaffung von Lebensräumen für gefährdete Arten oder Pflegemaßnahmen mit ehrenamtlichen Helfern zur Offenhaltung der Landschaft. Zu den grünen Projekten gehören auch intensive Umweltbildung und Naturpädagogik in den Naturpark-Schulen und Kindergärten.

Der Naturschutz spielt eine zentrale Rolle. Gerade in den von Menschen bewirtschafteten Gebieten, beispielsweise auf Wiesen, Feldern und in Weinbergen gibt es eine große Artenvielfalt. Hier haben sich im Laufe der Zeit viele Tiere und Pflanzen angesiedelt. Nicht nur Landschaftspflege, sondern auch Landwirte, Erzeuger und Gastronomen tragen direkt oder indirekt zur Offenhaltung der Kulturlandschaft bei. 

So satt kann es mit den Blühmischungen des Naturparks aussehen. Satt sollen schließlich auch die Wildbienen werden.

Der Naturpark soll blumenbunter werden

Durch intensive Landwirtschaft und Flächenverbrauch sind die vielfältigen Wildblumenwiesen stark zurückgegangen. Mit seinem Herzensprojekt „Blühender Naturpark“, einem Kooperationsprojekt mit dem Landesverband Badischer Imker, will der Naturpark die bedrohten blütenbestäubenden Insekten, vor allem die Wildbienen retten. Er will Gemeinden, Vereine und Unternehmen, aber auch Privatpersonen dazu gewinnen, möglichst viele Flächen für die Einsaat heimischer, mehrjähriger Wildblumensorten zur Verfügung zu stellen und so nachhaltig Lebensraum und Nahrungsquellen für die Insekten zu schaffen - und außerdem die Landschaft zu verschönern. Wer keine Fläche für Wildblumen hat, kann das Projekt mit einer Patenschaft finanziell unterstützen, so wie es Burda bereits getan hat.

Auch hier ist Naturpädagogik ein selbstverständlicher Bestandteil. Fast immer, wenn eine neue, artenreiche Wildblumenwiese angelegt wird, übernehmen Kindergarten- und Schulkinder die erste Einsaat. Sie sollen von klein auf die Bedeutung von Blumen und Insekten für die Natur und vor allem für die Erzeugung unserer Lebensmittel kennen und verstehen lernen.

Der Naturpark verbindet die Einsaat von neuen Wiesen immer mit Umweltpädagogen. Hier säen Kindergartenkinder im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof Blumensamen aus.

Das landesweite Projekt „Blühende Naturparke“

Das Projekt „Blühender Naturpark“ hat auch die Landesregierung überzeugt. Sie fördert seit 2018 im Rahmen ihres Sonderprogramms zur Stärkung der Biologischen Vielfalt das Projekt „Blühende Naturparke“, mit dem nun in allen sieben baden-württembergischen Naturparken neue Wildblumenwiesen mit vielfältigen heimischen Blumen- und Wildkräutersorten eingesät wurden und werden. Im Zuge dessen wurde es zu einem gemeinsamen Projekt aller sieben Naturparke. Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord hat mit seiner Projektgruppe „Blühende Naturparke“ hierfür die Federführung übernommen.

Bis es bunt wird, braucht es Geduld. Feldschilder erklären, was hier passiert – auch schon, solange nur braune Erde zu sehen ist.

Noch mehr Natur- und Artenschutz

Ein weiteres Beispiel für Natur- und Artenschutz ist das ebenfalls vom Land im Rahmen des Biodiversitätsprogramms geförderte Projekt „Lücken für Küken“, das der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord zusammen mit dem Naturpark Südschwarzwald und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) verfolgt. Private und kommunale Waldbesitzer in den beiden Naturparken erhalten Förderung vom Land, wenn sie Lichtungen schaffen, die den vom Aussterben bedrohten, etwas schwerfälligen Auerhühnern und ihrem Nachwuchs Lebensraum, Einflugschneisen und Nahrungsgrundlage bieten.

Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ist Teil der #beebetter-Kampagne

Der Naturpark liefert im Rahmen der #beebetter-Kampagne wertvolle Informationen über Lebensraum und Nahrungsquellen von Wildbiene, Schmetterling & Co. Er stellte Schlemmerkörbe für unser Gewinnspiel zur Verfügung, ermöglichte uns eine Blumenwiesenpatenschaft und war auf unserem #beebetter-Mitarbeiterfest zum Weltbienentag mit einer Ausstellung, einem Informationsstand und attraktiven Schwarzwald-Produkten präsent.