Vorbereitung

Wann ist der beste Zeitpunkt, um eine Blumenwiese anzulegen?

Je nach Region ab Mitte April bis Ende Mai, aber auch im Spätsommer, etwa von September bis Oktober, kann Wildblumen aussäen. Angaben dazu findet man meist auch auf der jeweiligen Saatgutpackung.

Welche Vorteile hat die Aussaat im Spätsommer oder Herbst?

Da es später im Jahr häufiger und mehr regnet und die Bodenoberfläche wegen niedrigerer Temperaturen weniger schnell austrocknet, entfällt das regelmäßige Wässern der Fläche oftmals, vor allem wenn für die Tagen nach der Aussaat steter Nieselregen angesagt ist. Außerdem sorgt die Herbstaussaat für ein zeitiges Blütenangebot im kommenden Jahr, auf das die Frühstarter unter den Wildbienen stark angewiesen sind.

Welche Stelle im Garten eignet sich für eine Blühwiese?

Die allermeisten Blumenwiesen mögen es sonnig, möglichst den ganzen Tag über, dann blüht es besonders üppig. Bei weniger Sonnenstunden funktioniert es auch, nur ganz schattig sollte die Fläche nicht sein. Ideal ist es, wenn man ein nicht mehr gebrauchtes Gemüse oder Blumenbeet in eine Blumenwiese verwandelt. Meistens hat man jedoch am ehesten ein Stück Rasen übrig, das zur Blumenwiese werden kann.

Worauf sollte man beim Standort außerdem achten?

Am einfachsten geht es auf ebener Fläche. Eine Böschung ist aber auch geeignet, wenn sie nicht zu steil ist, denn sonst wird das Saatgut bei der Anlage leicht abgespült.

Sollte die Fläche eine bestimmte Mindestgröße haben?

Je größer natürlich, desto besser, denn umso artenreicher kann die Wiese sein und umso mehr Nektar und Pollen steht den Blütenbesuchern zur Verfügung. Aber auch kleinere Flächen von 2 mal 4 Meter sind ok. Ebenso eine runde Blumeninsel mitten im Garten. Schön ist auch ein Blühstreifen mitten durch den Rasen oder am Wegesrand.

Mit dem Rechen ebnet man die Oberfläche und sorgt für ein feinkrümeliges Saatbett. Direkt vor der Aussaat raut man den Boden damit leicht auf.

Welche Schritte gehören zur Vorbereitung für eine Blumenwiese im Garten? 

Zunächst muss die Grasnarbe abgetragen werden, damit eine freie unbepflanzte Bodenfläche entsteht. Das macht man am besten mit dem Spaten. Die Rasenstücke kann man an anderer Stelle im Garten verwenden, denn es reicht leider nicht, sie umzudrehen. Der Boden darunter wird am besten komplett umgegraben und anschließend mit Spaten, Grabegabel und Grubber gut gelockert. Anschließend werden grobe Erdklumpen, Wurzelstücke, Steine und verbliebene Unkräuter entfernt. Mit einem Rechen zieht man die Fläche dann nochmal ab, damit die Erde schön feinkrümelig ist. Um den Boden zu verdichten, geht man danach mit der Rasenwalze darüber. Alternativ kann man auch breite Bretter oder eine Schaufel dazu nehmen. Direkt vor der Aussaat muss man die Fläche nochmal mit dem Rechen etwas aufrauen.

Das Saatgut sät man breitwürfig auf der Fläche aus und drückt anschließend nochmal alles mit der Rasenwalze, per Schaufel oder Brett an. Dann wird mit dem Rasensprenger gewässert. Bei kleinen Flächen genügt natürlich auch die Gießkanne. Vorsicht bei abschüssigen Grundstücken: Hier sollte man das Saatgut nicht wieder abspülen.

In den nächsten Wochen und vor allem bis zur Keimung muss der Boden stets feucht sein. Das Wässern also nicht vergessen, wenn es nicht regnet!

Damit die Samen gut aufgehen, brauchen sie ein bewuchsfreies, feinkrümeliges Saatbett, das man in den ersten Wochen gleichmäßig feucht hält.

Warum kann man die Blumensamen nicht einfach auf den Rasen oder auf offene Stellen im Beet säen?

Die Blumensamen müssen beim Aussäen Erdkontakt haben. Sät man sie auf den Rasen, liegen sie nur auf den Grashalmen auf. Und selbst wenn sie auf nackte Erde treffen, werden die kleinen Keimlinge schnell wieder vom Gras überwachsen. Im Blumenbeet funktioniert das besser, wenn die offene Stelle groß genug ist und der Boden nicht zu nährstoffreich ist.

Was braucht man alles, um eine Blühwiese anzulegen?

Man braucht:

  • Saatgut
  • eine möglichst ebene, unbewachsene Fläche
  • Wasseranschluss mit Schlauch und ggf. Rasensprenger
  •  Spaten und ggf. Fräse
  • Grabegabel
  • Grubber
  • Rechen
  • Schaufel, Bretter, Rasenwalze
  • ggf. Sand zum Abmagern des Bodens und zur Flächenmarkierung

Wann lohnt es sich, mit einer Fräse zu arbeiten und woher bekommt man die?

Bei großen Flächen und sehr schweren Böden wird die Vorbereitung schnell sehr anstrengend, da lohnt sich der Einsatz einer Fräse. Sie erleichtert das Umgraben und Lockern des Bodens. So ein Gerät kann man sich zum Beispiel aus dem Baumarkt ausleihen.

Wie lange vor der Aussaat sollte man die Fläche bestenfalls vorbereiten?

Bei normalen Gartenböden und leichten Böden kann man sofort loslegen, bei schweren Böden sollten man das Saatbett nach dem Umgraben drei bis vier Wochen ruhen lassen.

Unser Tipp

Schritt für Schritt zur Blumenwiese

Um eine blühende Wiese für Wildbienen anzulegen genügt es zwar nicht, die Samen einfach auf den Rasen zu streuen, doch Hexenwerk ist das Ganze auch nicht. Wir erklären euch Schritt für Schritt, wie man eine Blumenwiese im Garten anlegt und was man dafür braucht.