Die Aerodynamik gehört zur Strömungslehre und erklärt den dynamischen Auftrieb. Soweit so gut, aber was hat das jetzt mit der Hummel zu tun? Der Legende nach kam das Hummel-Paradoxon Anfang der 1930er Jahre auf, als sich einige Studenten der Universität Göttingen sich in geselliger Kneipenrunde über die Frage unterhielten, ob oder warum Hummeln fliegen können. Die Antwort eines Studenten der Aerodynamik soll gelautet haben:

Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.

Und warum können Hummeln nun doch fliegen, und das mit Geschwindigkeiten von bis zu 11km/h?

Des Rätsels Lösung

Die Berechnung basierte auf der fälschlichen Annahme, dass Hummelflüge, ebenso wie Flugzeugflüge, steif sind. Tatsächlich gibt es also gar kein Hummelflug-Paradoxon. Denn die Aerodynamik eines Flugzeuges und die einer Hummel unterscheiden sich sowohl bei der Bewegung der Flügel, als auch durch die Größen- und Geschwindigkeitsverhältnisse. Dadurch ergeben sich ganz andere Berechnungsgrundlagen und Ergebnisse. 

Als Charles Ellington von der Universität Cambridge 1996 Versuche zum Insektenflug machte, stellte er fest, dass durch den Flügelschlag Wirbel entstehen, die der Hummel den nötigen Auftrieb geben.

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