Veröffentlicht am 30.08.2022 um 15:15 Uhr

Wie ist es Ihnen und Ihrem Projekt in den Monaten nach der Auszeichnung ergangen?

Nach dem #beebetter-Award erging es mir und flowbee prächtig! Ein wunderbarer Weihnachtsmarkt an der Burg Wissem in Troisdorf hat die Weihnachtszeit mit vielen WiBiNis unter dem Christbaum abgerundet.

Mein Geographie Studium und die Möglichkeit eines Auslandssemesters zogen mich dann im Januar 2022 nach Bergen in Norwegen – natürlich durfte eine WiBiNi im Gepäck nicht fehlen. Zuvor hieß es fleißig bohren, um der gestiegenen Nachfrage auch während meiner Abwesenheit gerecht werden zu können. Das hat riesig Spaß gemacht und mir wieder mal gezeigt, dass sich meine Mission, mit den Nisthilfen mehr Bewusstsein und Faszination zu verbreiten, absolut richtig anfühlt. Die Rückmeldungen und interessierten Fragen meiner Kunden, die zum Beispiel über unseren Social-Media-Kanal (@flowbee.wibini) eingehen, lassen bei mir regelmäßig das Herz höherschlagen.

WiBiNis von "flowbee"

Nach einem halben Jahr in Bergen voller toller Erfahrungen habe ich den Juli in der Heimat verbracht. Auch hier habe ich die Möglichkeit genutzt, wieder fleißig zu produzieren.

Florian Wester bei der Herstellung seiner Nisthilfen

Seit Anfang August bin ich wieder in Norwegen. Diesmal in Oslo und für ein Praktikum, welches ich im Rahmen meines Studiums durchführe. Ich arbeite aktiv an einem Forschungsprojekt (www.sabicas.no) rund um Fließgewässer mit – meine zweite große Leidenschaft neben Wildbienen. 

    Was hat sich seit der Auszeichnung durch #beebetter bei Ihrem Projekt getan?

    • Ich bleibe #beebetter treu und freue mich sehr, die Initiative als #beebetter-Botschafter begleiten zu dürfen
    • Im Rahmen der Landesgartenschau 2022 in Neuenburg am Rhein haben wir 10 Nisthilfen im "Mein Schöner Garten/Burda-Beet" aufgestellt
    • Zu Beginn des Jahres habe ich für einen Artikel ein Interview mit RheinExklusiv geführt
    • Zudem war ich als Experte bei einer Podiumsdiskussion an der Europaschule Troisdorf geladen
    • Einen Wildbienen-Livestream aus Bergen mit den Machern von Insecticon findet man nun bei Youtube ​​​​​​
    • Weitere Workshops und Vorträge sind in Planung, zum Beispiel einer für Erzieher und Erzieherinnen eines Kindergartens
    • Mittlerweile weit über 300 verkaufte Nisthilfen und somit Bereitstellung von geeigneten Nistplätzen für über 60.000 Wildbienen

    Ansonsten bleibt sich flowbee treu und fertigt weiterhin hochwertige Nisthilfen aus langlebigen Rohstoffen aus der Region. Lediglich die Aufmerksamkeit für mein Projekt hat sich in positiverweise verändert. 

      Wie haben Sie das Preisgeld letzten Endes eingesetzt?

      Das Preisgeld von 1.000 € habe ich in die Professionalisierung meiner Nisthilfen-Produktion investiert. Um genau zu sein, habe ich unter anderem eine alte, äußerst solide Maschine gekauft – mein neues altes „Baby“ ist eine Bohrmaschine von Steinel aus den 70ern. Getreu dem Motto: Gutes muss nicht neu sein. Die Bohrmaschine eignet sich optimal für den Bau meiner Nisthilfen und leistet mir seither treue Dienste.

      Das ursprünglich angedachte Pachten einer Wiese und die Realisierung einer vielfältigen Streuobstwiese konnte mit dem Preisgeldes des Sonderpreises leider nicht realisiert werden. 

        ​​​​​​​An welchen neuen Ideen, Vorhaben und Plänen arbeiten Sie derzeit?

        • Neue Modelle und innovative Produkte in Planung, um noch mehr Menschen zu erreichen
        • Ausweiten meiner Öffentlichkeitsarbeit nach Rückkehr nach Deutschland
        • Weitere Livestreams mit Insecticon und
        • Ggf. Selbstständigkeit in Vollzeit nach Beendigung meines Studiums 
        Handgefertigte WiBiNi von "flowbee"

        Konnten Sie in den vergangenen Monaten weitere Mitstreiter gewinnen?

        Ich werde mit dem AWO Kindergarten in Meschede zusammenarbeiten und die Einrichtung mit Vorträgen, Elternworkshops und Mithilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Auch mit Insecticon stehe ich noch in enger Verbindung und freue mich riesig auf kommende Projekte. Des Weiteren werde ich in Zukunft enger mit jungen Startups aus meiner Region zusammenarbeiten. Zum Beispiel mit „flowseekers“. Hier schwebt mir neben gemeinsamen Offline-Kampagnen auch die Produktion von nachhaltiger „flowbee“-Arbeits- und Freizeitkleidung vor.

        Durch meine Zeit im Ausland hat sich aber verständlicherweise nicht so viel ergeben, wie in der Zeit, als ich noch Zuhause war. Ab Oktober 2022 starte ich dann aber wieder voll durch! 

          Wildbiene an einer Nisthilfe von "flowbee"

          Glauben Sie, dass das Bienen- und Insektensterben in diesem Jahr an Aufmerksamkeit gewonnen hat?

          Ich glaube, dass sich auf jeden Fall etwas bewegt. Gerade im erzieherischen Bereich  und in der Umwandlung von nicht genutzten Flächen zu wertvollem Lebensraum tut sich viel. Ich fürchte allerdings, dass die gesellschaftliche Bereitschaft, dem Insektensterben entgegenzuwirken größer ist, als die politische Bereitschaft beziehungsweise Umsetzungskraft oder Umsetzungsfähigkeit. 

            WiBiNi von "flowbee" im Einsatz

            Was würden Sie sich im Namen der Bienen wünschen?

            • Besserer Schutz von Naturschutzgebieten vor menschlichen Einflüssen
            • Anpassung landwirtschaftlicher Flächen zu einer Insellandschaft mit regelmäßigen Trittsteinen für Insekten
            • Strengere und klare politische Richtlinien für die Einsatzmengen von Pestiziden
            Unser Tipp

            Gewinner des Sonderpreises 2021

            Florian Wester hat das Start-Up "flowbee" gegründet und stellt hochwertige Nisthilfen für Wildbienen her. Diese bringt er auf verschiedenen Wegen zusammen mit kostenlosem Saatgut und Infos über die Nützlinge unter die Leute. Für sein Engagement im Namen der Bienen erhält er den #beebetter-Sonderpreis 2021.

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