10 Wildbienen und ihre Nistplätze

Die Große Garten-Wollbiene hält sich gerne in Siedlungen auf, wo sie in Hohlräumen unterschiedlichster Form nistet: Erdlöcher kommen ebenso infrage wie Spalten in Mauerwerk oder Balken.

Die Rostrote Mauerbiene zeigt sich ebenso flexibel. Ihre Nester entdeckt man in löchrigem Totholz oder Lehmwänden, Reetdächern oder sogar ungenutzten Schlüssellöchern.

Die Hahnenfuß-Scherenbiene und die Gewöhnliche Maskenbiene nutzen gerne Nisthilfen mit Bohrungen in Holzblöcken oder hohlen Pflanzenhalmen. Sie sind auf Röhren mit entsprechenden Durchmessern angewiesen.

Die Große Holzbiene und die Garten-Blattschneiderbiene nagen für ihre Brut hingegen selbst Gänge in mürbes Totholz oder in große Baumpilze. Die Zweitgenannte nutzt aber auch vorhandene Fraßgänge und Mauerfugen. Äußerlich ähnelt sie der Honigbiene, ihre Brutzellen verkleidet sie mit abgeschnittenen Blattstücken.

Die weitverbreitete Gartenhummel bildet wie alle Hummeln ganze Staaten aus und braucht entsprechend große Nistplätze. Sie besiedelt unterirdische und oberirdische Hohlräume aller Art, also auch Vogelhäuschen oder Nischen in Gebäuden.

Die Mai-Langhornbiene trägt ihren Namen wegen der Haupt-Flugzeit im Mai und der langen Fühler der Männchen. Ihre Nester gräbt sie ebenso wie die Rotpelzige Sandbiene oder die Gemeine Pelzbiene in den unbewachsenen Untergrund.

Wildbienen-Nester im Überblick

Wildbienen sind wahre Nestbau-Spezialisten. Die Zeichnung zeigt beispielhaft unterschiedliche Brutstätten und dazugehörige weibliche Tiere.

In Totholz befinden sich reichlich Insekten-Fraßgänge, hier hat sich eine Rostrote Mauerbiene eingenistet. Natursteine sowie Baumstämme dienen der Kleinen Harzbiene als Basis für ihre Brutzellen, die sie grüppchenweise aus Harz baut. Die Röhren am unteren Ende versorgen die Larven mit Luft. Kantige Nischen in Felsen oder Trockenmauern nutzt die Matte Natternkopf-Mauerbiene für ihre Nester aus zusammengekitteten Steinen. Erdnester mit mehreren Brutzellen gräbt sich die Weiden-Sandbiene selbst in offenen Boden. Unterirdische Höhlen wie verlassene Mäusenester sind ideal für Erdhummeln. Hierin baut die Königin gemeinsam mit Arbeiterinnen aus Wachs Dutzende Zellen für den Nachwuchs.