Sand- bzw. Erdbienen können zwei Generationen im Jahr hervorbringen. Die erste Generation lebt meist zwischen März und Mai, wohingegen die zweite Generation von Juni bis August unterwegs ist. Man findet sie an Waldrändern und Lichtungen aber auch Gärten und Parks. Die zweite Generation fliegt besonders gerne Glockenblumen an.

Furchenbienen summen bis Oktober. Die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) mag Sand-, Kies- und Lehmgruben. Da sie in der Auswahl ihrer Nahrungsquellen unspezialisiert (polylektisch) sind, genießen sie den Pollen und Nektar verschiedener Pflanzen wie zum Beispiel Korb- oder Kreuzblütlergewächse, Glockenblumengewächse oder auch Rosengewächse.

Blut- bzw. Buckelbienen können bis in den September hinein gesehen werden. Auch diese Wildbienenart ist auf keine Pflanzengattung spezialisiert und steuert daher verschiedenste Blütepflanzen an. Die Buckel-Blutbiene (Sphecodes gibbus) ist zwischen April und Oktober unterwegs.

Kegelbienen (Coelioxys) schwingen meist ab Juni oder Juli bis August ihre Flügel. Ebenso die Seidenbienen wie beispielsweise die Mannstreu-Seidenbiene (Colletes hylaeiformis).

Maskenbienen schwirren bis in den September aus. Die meisten Artgenossen sind polylektisch veranlagt, jedoch nicht alle! Für diese spezialisierten (oligolektisch) Arten sollte der eigene Garten Korbblütler bereitstellen.

Löcherbienen kommen in ganz Deutschland vor und bevorzugen Totholzhaufen als Nistplatz. Die Gemeine Löcherbiene (Heriades truncorum) ist auf Korbblütler wie Alant, Disteln, Greiskraut, Kamille, Rainfarn oder auch Schafgarbe spezialisiert.

Unser Tipp

Futterpflanzen im August und September

Damit die fleißigen Bienchen auch im Spätsommer und Frühherbst noch reichlich Nahrung finden, haben wir für Sie viele weitere wildbienenfreundliche Blühpflanzen gesammelt. 

Zu dieser Jahreszeit fliegen noch viele weitere Wildbienen von Blüte zu Blüte und leisten wichtige Bestäubungsarbeit. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Hummeln, wie zum Beispiel die Steinhummel (Bombus Iapidarius), die am liebsten auf den Nektar von Kleearten und Taubnesseln fliegt.

Gewöhnliche Schmalbienen (Halictus calceatum) kommen häufig vor, da sie in ihrer Nahrungsauswahl unspezialisiert sind.

Schwarze Holzbienen (Xylocopa valga) sind eher selten anzutreffen. Sie bedienen sich gerne an Lippenblütlern und Korbblütlern, im Siedlungsbereich hegen sie eine besondere Vorliebe für Blauregen.

Platterbsen-Mörtelbienen (Megachile ericetorum) sind im deutschsprachigen Raum häufig verbreitet. Obwohl sie nicht spezialisiert sind, haben sie eine Vorliebe für Platterbsen, Hornklee, Steinklee oder auch Goldregen.

Kurzfransige Scherenbienen (Osmia campanularum) kommen zwar häufig vor, sind aber streng auf Glockenblumen spezialisiert!

Gewöhnliche Löcherbienen (Osmia truncorum) werden zwischen sechs und acht Millimetern groß und können in Gärten, Parks, Waldrändern oder auch Wäldern angetroffen werden. Sie haben sich auf Korbblütler spezialisiert.

Filzbienen wie beispielsweise die Heide-Filzbiene (Epeolus cruciger) kommen eher selten vor, obwohl sie in der Wahl ihrer Nahrungspflanze keine Spezialisierung haben. In Deutschland sind vier Filzbienen-Arten bekannt.

Blutweiderich-Sägehornbienen (Melitta nigricans) gehören zur Melitta-Gattung und sind streng spezialisiert! Sie ernähren sich ausschließlich von  Blutweiderich.