Das Vorhaben im Überblick

Yannick Nagel aus Geiß-Nidda, Hessen, ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass jeder einzelne einen relevanten Beitrag zum Schutz der Wildbienen leisten kann. Er hat den Ernst der Lage erkannt und möchte etwas tun, um das Bienensterben einzudämmen. In ländlichen Regionen verfügen die meisten Menschen über einen eigenen Garten oder zumindest über einen Balkon, welcher Platz für Blumenkästen bietet. Doch Städter haben es da etwas schwerer. Der elterliche Hof brachte ihn auf eine Idee: Blühflächen für jedermann!

Maßnahmen für den Bienenschutz

Zwei Ursachen des Wildbienensterbens sind das Fehlen von Nahrungsquellen und das Verschwinden des natürlichen Lebensraums. Bei der Aussaat von Blumenmischungen sollte man unbedingt darauf achten, dass es sich auch wirklich um wildbienenfreundliches Saatgut handelt, denn Blume ist nicht gleich Blume. Blütenpflanzen, die für Honigbienen geeignete Nahrungsquellen sind, sind nicht automatisch auch für Wildbienen geeignet. Andersherum funktioniert dies jedoch, denn Wildbienennahrung wird in der Regel auch von Honigbienen angenommen. Bei den Blumen, die auf den Blühstreifen ausgesät werden sollen, handelt es sich um eine Mischung aus "gebietseigenen Blumen" mit rund 60 verschiedenen Arten. Ende April und Anfang Mai wird mit dem Anlegen der Blühstreifen begonnen. 

Unterstützung

Wer nun auch gerne ein Stück Land mit Wildblumennahrung versehen möchte aber keinen eigenen Garten besitzt, kann auf dem Hof der Familie Nagel ein blühendes Fleckchen pachten. Eine Parzelle ist 15 m² groß und kostet 19,99 Euro pro Jahr. Jeder weitere Quadratmeter kostet nur 1 €. Mit den Einnahmen finanziert Yannick Nagel das Saatgut und kümmert sich um die Pflanzenpflege. Seine Idee kommt super an und wird bereits von mehr als 75 Paten genutzt. Geplant sind nun vier bienenfreundliche Bereiche in und um die Gemeinde Geiß-Nidda herum. Alle Teilnehmer erhalten ein Zertifikat als "Insekten-Retter" und werden namentlich auf einem Infoschild am Feldrand ausgezeichnet, wenn sie das möchten.

Unser Tipp

Blühstreifen zu vergeben

Mit seinen Patenschaften für Blühwiesen ermöglicht es der Bienenfreund Yannick Nagel jedem, zum Schutz der Nützlinge beizutragen. Das Konzept ist ganz einfach und einfach super: Er stellt einen Teil der Ackerfläche zur Verfügung und legt dort für die teilnehmenden Naturschützer Blühstreifen an. Bei Interesse kann man ihm ganz unverbindlich eine Nachricht per Mail oder via Facebook schreiben und erhält dann weitere Informationen. 

Kontakt:
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