1. Abstammung und Arten

Die kleinen flauschigen Bienen zählen zur Gattung der Wildbienen und sollen bereits seit mehr als 25 Millionen Jahren auf der Erde summen. Um den Globus herum zählt man in etwa 250 unterschiedliche Hummelarten. In Deutschland sind rund 40 Arten der kleinen Pummelchen heimisch, wovon Schätzungen zufolge sieben vermehrt vorkommen. Hummeln werden in Fachkreisen auch Bombus genannt.

2. Lebensform

Viele Wildbienenarten bevorzugen ein Einsiedlerleben. Nicht so die Hummeln: Diese pelzigen Wildbienen ähneln in ihrer Lebensweise den Honigbienen, welche im Bienenstock ein Volk bilden. Hummeln gründen sogenannte Sommerstaaten, welche über die wärmeren Kalendermonate hinweg aktiv sind. 

3. Erwachen aus dem Winterschlaf

Wie Honigbienen auch, haben Hummeln eine Königin, die als einzige überwintert. Abhängig von den Wetterbedingungen und anderen äußeren Einflüssen erwachen die noch jungen Königinnen im Frühjahr zwischen März und Mai.

4. Nistplätze und Eiablage

Die aus dem Winterschlaf erwachten Königinnen wurden im Vorjahr bereits kurz nach dem Schlüpfen begattet. Nun können sie sich direkt auf die Suche nach geeigneten Nistplätzen machen. Steinspalten, Totholzhaufen aber auch Mäuselöcher besiedeln die flauschigen Nützlinge gerne, um ihre Eier darin abzulegen. Ist ein ansprechender Nistplatz gefunden, beginnt die Königin mit dem Bauen der ersten Wabe. Sie legt rund sechs bis acht Eier ab.

5. Ernährung

Für die Ernährung der kleinen Hummellarven sammelt die Königin den Pollen von Blütepflanzen. Sie selbst vernascht lieber Nektar, welchen sie auch in Honig umwandelt, um bei schlechten Wetterbedingungen einen Nahrungsvorrat zu haben. Weil die Mengen im Vergleich zur Honigbiene gern ausfallen, ist die Verwendung des Honigs von Hummeln für Menschen nicht relevant.

6. Larven

Wie die Königinnen der Honigbiene ist auch die Hummelkönigin in der Lage sind, selbst zu entscheiden, ob sie ein befruchtetes oder unbefruchtetes Ei in die Wabe legen und somit ein weibliches oder ein männliches Tier entstehen soll. Nach etwa vier Wochen schlüpfen die ersten Nachkommen. Diese sind in der Regel Arbeiterinnen, welche nun Stück für Stück den Nestausbau, die Brutpflege und die Nestverteidigung übernehmen. Je nach Art zählen zu einem Hummelstaat zwischen 50 und mehreren hundert Arbeiterinnen.

7. Aufzucht der Drohnen

Es herrscht Weibchenüberschuss im Volk! In den Sommermonaten beginnt die Königin damit, gezielt unbefruchtete Eier zu legen, aus welchen dann die männlichen Drohnen schlüpfen. 

8. Neue Königinnen

Zu dieser Zeit auch besonders: Aus befruchteten Eiern entwickeln sich auffallend starke und begattungsfähige weibliche Bienen - die neuen Königinnen. Kurz nach dem Schlüpfen paaren sie sich und machen sich anschließend auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Dies kann beispielsweise ein lockerer Erdboden oder eine tiefe Moosschicht sein. 

9. Aufgezeichnete Bestäuber

Hummeln sind fleißige Bestäuber. Nicht zuletzt deshalb, weil sie eine auffallend lange Zunge besitzen. Dadurch können die auch tiefe Blüten gut erreichen. In manchen Fällen werden Hummeln sogar extra gezüchtet und in Gewächshäusern gehalten, um eine ganzjährige Bestäubung zu generieren.

10. Kuckuckshummeln

Unter den Wildbienen gibt es immer wieder Arten, die ihren Nachwuchs in fremde Nester schmuggeln und von den dortigen Arbeiterinnen aufziehen lassen - die sogenannten Kuckucksbienen. Auch unter den Hummeln gibt es solche Arten.