1. Obst

Da Bienen zu  rund 80% für die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen verantwortlich sind, reduziert sich hier das Angebot als erstes. Sterben sie aus, reduziert sich also auch das Obstangebot immens.

2. Fruchtsäfte

Klar: kein Obst, keine Fruchtsäfte. Zumindest keine natürlichen Säfte, die auf realen Früchten basieren. Ohne Obst müsste die Industrie gänzlich auf künstliche Ersatzprodukte zurückgreifen und chemische Aromastoffe sowie Färbemittel zum Einsatzbringen als das ohnehin schon der Fall ist. Um die Erzeugung möglichst umweltschonender Produkte zu unterstützen, empfiehlt es sich auf Bio-Säfte und andere Erzeugnisse aus ökologischem Anbau zurückzugreifen. 

3. Gemüse

Auch das heimische Gemüseangebote ist auf die Bestäubungsarbeit der Wildbienen angewiesen und würde sich drastisch reduzieren, falls das Bienensterben fortschreitet. Manche von uns könnten zwar locker auf Brokkoli und Rosenkohl verzichten, dabei wird es aber sicher nicht bleiben. 

4. Kosmetik

Was haben Bienen mit Kosmetikartikel zu tun? Viele unserer Lieblingsprodukte werden mit Zusätzen versehen wie beispielsweise Shea-Butter für die extra Portion Pflege oder auch Zitrusfrüchte sowie Lavendelextrakt für den angenehmen Duft. Diese Inhaltsstoffe werden aus den entsprechenden Pflanzen gewonnen, welche vorher von Insekten bestäubt wurden. 

Speziell die Arbeit der Honigbienen ist in der Kosmetikbranche wertvoll. Das Hauptnahrungsmittel der Bienenkönigin ist Gelée Royale, welches von den Arbeiterbienen gebildet wird. Man sagt ihm unter anderem eine verjüngende Wirkung nach.

5. Fruchtgummi

Im Fruchtgummi ist zwar ein gewisser Fruchtanteil enthalten aber es gibt noch eine weitere Herausforderung, mit der sich Hersteller auseinandersetzen müssen. Zahlreiche Produzenten setzten bei der Beschichtung ihrer Leckereien auf Bienenwachs, damit sie schön glänzen und in der Packung nicht zusammenkleben.

6. Baumwolle

Der Großteil unserer Kleidung wird hauptsächlich aus Baumwolle hergestellt und auch sie ist von der Bestäubungsarbeit der Biene abhängig. Auch hier kann man den Bienen helfen, indem man sich für Kleidung aus Bio-Baumwolle entscheidet, da hier beim Anbau auf Pestizideinsatz verzichtet wird. Die Hersteller von Bio-Baumwollkleidung kennzeichnen ihre Produkte entsprechend. 

7. Rapsöl

Raps ist in der Lage, sich selbst zu bestäuben, jedoch resultieren daraus lediglich 50% fortpflanzungsfähige Samen. Mit Hilfe der fleißigen Bienchen erhöht sich dieser Anteil auf ganze 90%. Durch die Fremdbestäubung kann also deutlich mehr Raps geerntet werden.

8. Brotaufstriche

Raps- und Sonnenblumenöl wird vielseitig eingesetzt: In Fertiggerichten, Chips, Kuchen, Saucen, Dips, Margarine und auch in Brotaufstrichen. Diese vielfältige Palette an Produkten würde sich drastisch reduzieren, wenn Bestäuberinsekten ausbleiben.

9. Wurst

Wurst entsteht doch hauptsächlich aus Rindern und Schweinen. Wieso sollte das Bienensterben Auswirkungen auf die Wurstproduktion haben? Ohne Bienen wären die Wiesen und Weiden längst nicht so reich an gesunden und nahrhaften Kräutern. Diese machen das Fleisch geschmacklich interessant. Die von den Insekten bestäubten Gewürzen machen das Fleisch dann noch besser.