Viele Gärten haben zwar jede Menge Blüten zu bieten, diese sind für Nektarsammler wie Hummeln, Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge aber oft nutzlos. Denn bei den dicht gefüllten Blüten vieler Rosen, Pfingstrosen und anderer Beetpflanzen gelangen die Insekten nicht an den Nektar. Bei manchen Arten ist zugunsten des Blütenaufbaus die Nektarproduktion ganz herausgezüchtet worden. Einfache Blüten mit nur einem Kranz Blütenblätter und zugänglicher Blütenmitte sind dagegen ideal.

Besonders beliebt: Lavendel, Glockenblume, Margerite oder Roter Sonnenhut, ebenso wie Kräuter – etwa Liebstöckel oder Oregano. Und auch an blühenden Beerensträuchern treffen sich Nektarsammler im Frühling gern zum Naschen.

Unser Tipp

Keine Spritzgifte verwenden!

Chemische Pflanzenschutzmittel werden zwar vor ihrer Zulassung auf ihre Wirkungen bezüglich nützlicher Insekten geprüft. Doch sollte man auf Spritzmittel verzichten, die im breiten Spektrum Schädlinge dezimieren bzw. nicht nützlingsschonend sind. Pflanzenjauchen oder Pflanzenbrühen sind schonende Alternativen. Fördert man Nützlinge, verringert sich der Schädlingsbestand automatisch.

Gehölze

Eine Zeit lang war es unter Gärtnern angesagt, möglichst viele nicht heimische Nadelbäume in den Garten zu pflanzen. Dies reduzierte den Artenreichtum an Insekten enorm – und damit auch den der Vögel. Heimische Gehölze sind vorteilhafter: An Weißdorn, Holunder, Schlehe oder Eiche leben über 400 verschiedene Insektenarten. Auch eine Hecke aus heimischen Blütensträuchern ist wertvoller Lebensraum für Nützlinge aller Art. Obstbaumwiesen haben ebenfalls viel zu bieten: Im Frühjahr werden die duftenden Blüten der Apfelbäume von unzähligen Nektarsammlern angeflogen.

Blumenwiesen

Ein blühendes Wiesenstück im Garten beherbergt mehr nützliche Tierarten als gewöhnlicher grüner Rasen. Die Blüten liefern Bienen, Schmetterlingen, Schwebfliegen und Hummeln willkommene Nahrung. In der Krautschicht leben Heuschrecken und Zikaden, den Boden besiedeln Käfer, Tausendfüßler und andere Gliedertiere. Sie sind Teil des biologischen Kreislaufs und sorgen nicht nur für guten Boden und Blütenbestäubung, sondern sind Futter für viele Vögel, die wiederum wichtige Schädlingsvertilger sind.
Für eine üppige Blumenwiese die Blumensamen ab April auf bewuchsfreie, magere Böden säen und zweimal jährlich mähen.