Ein blühendes Rapsfeld ist ein Paradies für Bienen – Tausende nektarreiche Blüten auf kleinstem Raum. Doch wohin, wenn der Raps verblüht ist? In der stets gleichförmiger werdenden Landschaft haben es Bienen immer schwerer, vom Frühjahr bis zum Herbst ausreichend Nahrung zu finden. Darüber klagen Imker, und auch Wissenschaftler stellen fest, dass die Zahl der Insekten permanent abnimmt.
Indem man nektarreiche Blüten anbietet, kann man Bienen, Hummeln und Schmetterlingen helfen. Denn unter den Topfpflanzen gibt es viele Sorten, für die die kleinen Besucher regelrecht schwärmen.

Blüten für Frühjahr und Frühling

Im zeitigen Frühjahr laden duftende Hyazinthen die gerade aus dem Winterschlaf erwachten Zitronenfalter und Hummelköniginnen zu einer ersten Stärkung. Beginnt dann im April und Mai die Zeit für die klassischen Balkonblumen, sollten Sie einfachen oder halb gefüllten Sorten den Vorzug geben, denn gefüllte Blüten sind für Insekten oft nutzlos. Besonders beliebt sind Arten wie Schneeflockenblume, Vanilleblume und Zweizahn.

Kräuter schmecken auch Insekten

Mit Kräutern kann man nichts falsch machen: Nahezu alle stehen bei Insekten hoch im Kurs. Ob Thymian oder Oregano, Schnittlauch oder Salbei – sobald sich Blüten zeigen, finden sich die ersten Besucher ein. Das Strauch-Basilikum zählt zu den besten Insektenmagneten überhaupt.

Unser Tipp

Kübelpflanzen überwintern

Kübel mit Stauden oder kleinen Sträuchern wie dem Sommerflieder können den Winter über draußen bleiben. Am besten schiebt man die Töpfe im Herbst an die Hauswand, so stehen sie etwas wettergeschützt. Im nächsten Frühjahr treiben die Pflanzen dann wieder aus.

Stauden, die Bienen anziehen

Stauden, die als Bienenweide dienen, kann man gut ins Terrassenbeet pflanzen. Praktisch alle gedeihen aber auch in Töpfen. Besonders wertvoll sind beispielsweise Purpur-Sonnenhut (Echinacea), Echter Sonnenhut (Rudbeckia), Duftnessel (Agastache) und Fetthenne (Sedum).

Unser Tipp
Insektenhotel aus Bambusstäben

Was man noch tun kann

Insektenhotel aus Bambusstäben

Wildbienen ein Zuhause bieten: Gut funktionieren kleine Insektenhotels aus dem Handel, man kann aber auch selbst eine Behausung bauen, indem man Schilf oder Bambusstäbe sauber absägt und als Bündel an einen sonnigen, wettergeschützten Platz hängt. Besonders die kleinen Mauerbienen ziehen hier gerne ein und lassen sich dabei gut beobachten. Übrigens völlig harmlose Tiere, die einzeln leben – man muss also keine Sorge haben, gleich einen ganzen Schwarm anzulocken.