Bienen finden in der Kulturlandschaft immer weniger Nahrung. Als Hobbygärtner sollte man daher darauf achten, dass wenigstens der eigene Garten den Insekten einen reich gedeckten Tisch bietet.

Frühe Blüher für Wildbienen und Honigbienen

  • Die Haselnuss liefert als Windbestäuber zwar nur Pollen und keinen Nektar, ist aber mit ihrer sehr frühen Blüte – je nach Temperatur oft schon ab Ende Januar – eine wichtige Nahrungsquelle.
  • Die Mahonie bietet den Bienen mit Pollen und Nektar das volle Programm. Sie blüht bei milder Witterung ab März, die Kreuzung ‘Winter Sun’ sogar schon ab Ende Februar
  • Kornelkirschen sind nicht nur bei uns Menschen beliebt – auch Bienen fliegen darauf. Die Sträucher liefern ab Ende Februar Pollen und Nektar. Die Zuchtform ‘Jolico’ trägt im August große, aromatische Früchte.
  • Pflaumen eröffnen ab Ende März den Blütenreigen der Obstgehölze. Sie liefern den Bienen Nektar und Pollen, allerdings nicht in großer Menge.
  • Die Sal-Weide blüht schon ab März und ist ein wichtiger Pollenlieferant für alle Bienenarten. Wichtig: Pflanzen Sie die männliche Form (Salix caprea ‘Mas’). Die Blüten der weiblichen besitzen keine Staubgefäße.
  • Elfen-Krokusse erscheinen oft schon im Februar und sind vor allem für die frühen Hummelköniginnen eine wichtige Nahrungsquelle. Sie liefern ihnen vor allem Pollen, aber auch Nektar

Wildbienen und Hummelköniginnen sind echte Frühaufsteher und bereits im Februar auf Nektar und Pollensuche. Vor allem die etwas schwerfällig wirkenden Hummeln werden oft unterschätzt: Sie sammeln mehr als zehnmal so viel Nektar wie eine Honigbiene und bestäuben sehr viele Blüten. Deshalb werden sie in Gärtnereien oft zur Bestäubung von Tomaten und Gurken eingesetzt. Als Hummelmagneten zeigen sich die Blütenteppiche des Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus), aber auch Sal-Weiden (Salix caprea ‘Mas’) locken mit ihren pollenreichen männlichen Kätzchen Schwärme von Hummeln, Wild- und Honigbienen an.

Eifrige Sammler: Bienen & Hummeln

Ob eine Biene beim Pollensammeln erfolgreich war, erkennt man an der Dicke ihrer gelben „Pollenhöschen“. Die Insekten nehmen den Blütenstaub meist mit dem gesamten Hinterleib auf und kämmen ihn im Flug durch das sogenannte „Höseln“ mit den Beinen aus ihrem Haarkleid heraus. Er wird an den Außenseiten der Hinterbeine abgelagert und mit etwas Honig verklebt, damit er gut haftet. Die Ammenbienen stellen daraus einen Futtersaft her, von dem sich der gesamte Bienenstaat ernährt. Der aus dem Nektar hergestellte Honig wird nur als Winternahrung gebraucht.