Als Gewinner der Kategorie "Landwirtschaft" erhalten Sie ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Wie werden Sie das Preisgeld einsetzen?

Der größte Teil des Geldes wird in Saatgut und Pflanzen wie Bäume investiert, da das alles doch sehr kostspielig ist.

Was unternehmen Sie derzeit im Rahmen Ihrer Initiative?

Wir haben vor einigen Wochen bereits etwa 20 Obstbäume angepflanzt. Außerdem gibt es nun eine Internetseite für das Projekt Blühwiese-Pate - Gemeinsam zum Artenschutz. Wir arbeiten weiter an der Seite und entwerfen gerade eine neue Urkunde für die Blühwiesen-Paten. Und es kommen ständig neue Paten dazu - es ist also viel zu tun. 

Welche Projekte und Ideen sollen als nächstes, welche im Laufe des nächsten Jahres umgesetzt werden?

Die blühenden Flächen sollten vergrößert und eine etwa 9000 Quadratmeter große Kräuterwiese dauerhaft angelegt werden. Das Projekt Kräuterwiese steht im Vordergrund, dazu kommen noch ein paar Grünflächen, Blühwiesen und so weiter.

Was hat sich seit der Auszeichnung durch #beebetter alles getan?

Mein Projekt wurde doch sehr bekannt hier in meiner Gegend, vor allem durch einen großen Zeitungsartikel. Der Award hat da doch schon einen hohen Stellenwert, die Anerkennung dafür ist groß.

Wie haben die Menschen aus Ihrem Umfeld auf den #beebetter-Award reagiert?

Es kamen unendliche Glückwünsche und ich werde darauf jetzt öfters darauf angesprochen.

Konnten Sie bereits weitere Mitstreiter für Ihre Sache und für den Bienenschutz gewinnen?

Ja, es haben sich zwei Personen gemeldet, die Flächen für das Projekt zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich um insgesamt 25.000 m². Mal schauen, was wir da machen können!

Haben Sie die #beebetter-Auszeichnung im kleinen Rahmen ordentlich gefeiert?

Den Umständen entsprechend mit der Familie, wir sind aber auch eine große Familie.

Konnten Sie durch #beebetter bereits neue Kontakte mit anderen Bienenhelfern knüpfen? Haben sich dadurch Ideen für mögliche Kooperationen oder neue Bienenprojekte ergeben?

Ja, ich arbeite zurzeit mit an einem Pilotprojekt. Es ist eine Internetplattform, auf der Landwirte deutschlandweit ihre Flächen für Paten anbieten können. Somit benötigt nicht jeder eine eigene Interseite, so wie ich. Ich wurde angesprochen, weil ich den Award gewonnen habe. Es ist eine gute Sache und die Macher hinter dem Projekt sind sehr gut aufgestellt, auch finanziell, denn da steht ein großer Konzern dahinter. Die haben eine enorme Reichweite - eine spannende Sache!

Was erhoffen Sie sich für Ihr Projekt und für den Bienenschutz in der Zukunft?

Es geht mir darum, die Blühflächen zu erhöhen und zu erhalten, sei es über Patenschaften oder auch durch Leute, die mir ihre Flächen zur Verfügung stellen. Ohne Flächen funktioniert sowas nicht und die Flächen in Deutschland werden rarer. Es werden 80 Hektar pro Tag in Deutschland versiegelt, kaum vorzustellen.

Zum Projekt

Gewinner der Kategorie „Landwirtschaft“ 2020

Landwirt Bernd Pieper aus Papenburg im Emsland hat vor drei Jahren begonnen, Blühflächen anzulegen. Inzwischen erblüht Dank seiner Bemühungen und seines Einsatzes alljährlich ein Areal von insgesamt 125.000 Quadratmetern. Außerdem verteilt er kostenloses Saatgut, bietet Blühwiesen-Patenschaften an und informiert über sein Projekt "be(e)alive - Gemeinsam zum Artenschutz", um andere zu motivieren, ebenfalls aktiv zu werden. Für sein Engagement erhält er den #beebetter-Award 2020.

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