Zum Buch

Was passiert, wenn Bienen aussterben? Wie alarmierend ist das Bienensterben überhaupt? Und wie sind wir Menschen vom Bienensterben betroffen?

Diesen Fragen sind Markus Immhoof und Claus-Peter Lieckfeld auf den Grund gegangen. Das Buch zum Film geht da ins Detail, wo die Möglichkeiten des Films auf Bilder beschränkt sind. Die Protagonisten aus dem Film sind auch im Buch Hauptfiguren, wodurch das Thema Bienensterben und das Verhältnis zwischen Mensch und Biene anschaulich beleuchtet wird. Die Aspekte und Ansätze, die dabei betrachtet werden, reichen von der Wissenschaft über die Bedeutung für die Wirtschaft bis zu den Folgen für die Zukunft. 

Der Gebrauch von insektenschädlichen Pestiziden hat einen großen Anteil am Bienensterben. Doch nicht nur der Einsatz von Chemikalien schädigt den Bienen, sondern auch die Massentierhaltung von Honigbienen in den USA. Eine Folge von Pestiziden und Medikamenten, die bei der massenhaften Haltung zum Einsatz kommen, ist bereits bekannt: die Killerbiene. Die afrikanisierte Honigbiene hat durch den jahrelangen Einsatz von Chemikalien eine Resistenz aufgebaut und ist zudem wesentlich aggressiver. Den negativen Beispielen steht ein Positivbeispiel gegenüber: Auf einer Insel vor Australien ist das Bienensterben noch nicht angekommen, wodurch sie als Vorbild für die Industrieländer dienen kann.

Die 1. Auflage des Buches "More than Honey" erschien 2012. Im gleichen Jahr feierte der gleichnamige Film Weltpremiere auf der Piazza Grande als Abschlussfilm des Filmfestivals Locarno.

MORE THAN HONEY ist kein weiterer Film über das Medienereignis Bienensterben. Es geht um das Leben, um Menschen und Bienen, um Fleiss und Gier, um Superorganismen und Schwarmintelligenz.

-Frenetic Films AG

Zum Film

Im Dokumentarfilm "More than Honey", der bei unter dem Titel "Bitterer Honig" auch im Fernsehen ausgestrahlt wurde, zeigt der Schweizer Regisseur Markus Imhoof die schon vorhandenen Probleme auf. Zudem erklärt ein Bienenforscherteam aus Berlin und Australien die aktuelle Situation und den Umfang des Bienensterbens von Kalifornien bis China.

Der Film appelliert an unsere Gesellschaft: Um eine Naturveränderung zu vermeiden, muss das Mensch-Bienen-Verhältnis wieder ins Gleichgewicht zurückkehren. Mit unterdessen erhielt der Dokumentarfilm höchste nationale Auszeichnungen.

Markus Imhoofs Verbindung zu Bienen

Markus Imhoof hatte seine ersten Berührungspunkte mit der Welt der Bienen bereits im Kindesalter. Durch seinen Großvater, einen Berufsimker, begriff er schon früh, welche Bedeutung Bienen haben und welch wichtige Rolle sie im Ökosystem einnehmen.

Der Oscar-nominierte Filmemacher reiste für seine Naturdokumentation durch die ganze Welt und drehte fünf Jahre gemeinsam mit seinem Team, um die Lebensräume der Bienen festzuhalten.

Das Bienenhaus meines Grossvaters war für uns Kinder ein magischer Ort. Faszinierend, aber auch unheimlich, wenn wir uns barfuss näher wagten zu dem aufgeregten Summen in der Sommerhitze. Und mittendrin der alte Mann mit Strohhut, ohne Schutz. Die Bienen taten ihm nichts, als ob sie ihn kannten.

- Markus Imhoof