"Wir tun was für Bienen" - und Sie? Jeder von uns kann seinen Beitrag zum Erhalt der Bienenwelt leisten. Cornelis Hemmer und seine Frau Dr. Corinna Hölzer machen sich seit Jahren für Bienchen und andere Tiere stark. Mit Deutschland summt! erreichen die beiden ein großes Publikum, das sie informieren, sensibilisieren und im Idealfall zum Mitmachen anregen. Mitmachen ist auch bei dem bundesweiten Pflanzwettbewerb "Wir tun was für Bienen" gefragt, der noch bis zum 31. Juli 2019 läuft.

Garten-Tipp

Gut zu wissen

Blume ist nicht gleich Blume: Manche Blumensorten eignen sich besser als Futterquelle für Bienen als andere. Im Allgemeinen sollte man darauf achten, dass es sich um heimische Pflanzen in Bioqualität handelt, da diese nicht mit gefährlichen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Die Blüten sollten zudem nicht gefüllt, sondern die Pollenstände leicht zugänglich sein.

Wildbienen kämpfen mit immer knapper werdenden Lebensräumen sowie Nahrungsquellen und Imker verzeichnen eine steigende Anzahl an kranken Honigbienen. Das Bienensterben rückt immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Jetzt ist Expertenwissen gefragt! Aus privaten Umwelt- und Naturfreunden werden Bienenschützer.

Zu Beginn des Buches erfährt der Leser viel über Bienen, Pflanzen und geeignete Lebensräume - sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Wieso sind Wild- und Honigbienen so wichtig für Mensch und Umwelt und wie kann man diese schützen?

Was steckt hinter SmartBees? Das Autorenehepaar geht im Kapitel "Mensch und Biene" sowohl auf die parasitäre Bedrohung der Varroamilbe sowie auf die Nützlichkeit der Honigbienen auf Obstplantagen und im Gewächshaus ein, als auch auf mögliche Zukunftsszenarien.  Im Kapitel "Wildbienen" tauchen die Leser ein in die faszinierende Welt der über 560 Arten und erkennen Zusammenhänge.

Im Kapitel "Hilfe für die Wildbienen" geben die beiden Umwelt- und Tierfreunde Tipps für naturnahes Gärtnern sowie Pflanzenschutz ohne Gift, um neue Lebensräume für Bienen und andere Insekten entstehen zu lassen.

Wildbienen sind von Natur aus friedliche Tierchen und stechen nur in Ausnahmesituationen. Die meisten Wildbienenarten stechen gar nicht! Wespen zählen übrigens nicht zu den Bienen. Wie man Bienen von Wespen unterscheiden kann erklären die beiden Autoren im Buch. Im Groben kann man sagen: Wespen sind unbehaart, schlank, agil und besitzen die berühmte Wespentaille. Honigbienen hingegen sind pelzig, im Körperbau etwas fülliger und behäbig in ihren Bewegungen. Diese und viele weitere nützliche sowie interessante Informationen stecken in dem Buch "Wir tun was für Bienen".

Fazit: Sehr informativ und unbedingt lesenswert!

Unsere Empfehlung

Unsere Empfehlung

Wir tun was für Bienen

Wildbienengarten, Insektenhotel und Stadtimkerei

Cornelis Hemmer, Dr. Corinna Hölzer

Kosmos Verlag, 2017

128 Seiten

16,99 Euro