Veröffentlicht am 10.10.2022 um 12:01 Uhr

Am Freitag (7. Oktober 2022) sind die Gewinner:innen des #beebetter-Awards 2022 der bundesweiten (Wild-)bienenschutz-Initiative des BurdaVerlags ausgezeichnet worden. Unter entsprechenden Corona-Sicherheitsvorkehrungen konnten die Awards im Rahmen eines feierlichen Live-Events im Beisein von rund 70 geladenen Gästen im Kulturhafen Riverboat in Leipzig an die Preisträger:innen übergeben werden. Petra Hornberger, Brand Director Garden & Living im BurdaVerlag, begrüßte Publikum und Gewinner:innen. Durch die Preisverleihung führte TV-Moderatorin Alexandra Polzin. Selbstverständlich waren auch die Expert:innen der #beebetter-Jury anwesend sowie die Kolleg:innen der #beebetter-Partner und Unterstützer Neudorff, Fiskars und Nabu-Bundesverband

Herzlichen Dank allen Bewerber:innen, fleißigen #beebetter-Bienenretter:innen und Glückwunsch an alle #beebetter-Award Preisträger:innen 2022! Die fünf Gewinnerprojekte des #beebetter-Awards sowie die fünf Bestplatzierten in den Kategorien „Jugend & Bildung“ und „Private Initiativen“ werden mit insgesamt über 30.000 Euro Preisgeld unterstützt. 

Das sind die #beebetter Award-Gewinner:innen 2022

In der Kategorie Jugend & Bildung hat Klaus Rehwald aus Dreieich im Landkreis Offenbach in Hessen den #beebetter-Award 2022 gewonnen. Die Gesamtfläche mit hauptsächlich Wildbienenfreundlichen Pflanzen des Vereines Lehr- und Kräutergarten Dreieich e.V. umfasst ca. 9000 m². Auf der Fläche befinden sich ein Lehr- und Kräutergarten, eine Streuobstwiese, Blühstreifen sowie Blühflächen. Das Projekt, welches ursprünglich mit wenigen Personen startete, ist mittlerweile zu einem Anziehungspunkt des gesamten Rhein-Main-Gebiets geworden. Der Verein verzeichnet rund 100 Mitglieder und noch viel mehr Interessent:innen, den Lehr- und Kräutergarten besuchen jährlich etwa 12.000 Personen, darunter 1500 Schüler:innen, die an Führungen und Workshops teilnehmen. In Zukunft plant Rehwald gemeinsam mit dem Verein Kräutergarten Dreieich e.V. die Erweiterung des Lehr- und Kräutergartens um noch ca. einen Hektar. Zudem soll das Schulungsangebot für die Jugend ausgebaut werden, indem auf dem Gelände ein Schulungsraum für Schüler:innen entsteht. Das Beste: Viele Vereine und Verbände haben bereits ihre Unterstützung für ein „Grünes Klassenzimmer“ zugesagt. 

v.l.n.r.: Laudatorin Sabine Klingelhöfer (Neudorff/Fachjury-Mitglied), Preisträger Klaus Rehwald, Preispatin Dr. Nina Möllers (Fachjury-Mitglied)

v.l.n.r.: Laudatorin Sabine Klingelhöfer (Neudorff/Fachjury-Mitglied), Preisträger Klaus Rehwald, Preispatin Dr. Nina Möllers (Fachjury-Mitglied)

In der Kategorie Landwirtschaft hat es Landwirt Jochen Kanders aus Uedem am unteren Niederrhein im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen auf den 1. Platz geschafft und den #beebetter-Award 2022 gewonnen. Sein Projekt, welches sich vor allem der Unterstützung von Wildbienen widmet, setzt sich aus verschiedenen Teilbereichen zusammen. Ein Bereich sind die Patenschaften, die auf bestimmten Flächen vergeben werden, auf denen Kanders dann eine spezielle Blühmischung aussät. Ein weiterer Teilbereich sind die vernetzten Biotope, die Rückzugsflächen fürNiederwild darstellen und aus Blühpflanzen bestehen. Hinzu kommt das Bodenbrüter-Projekt, welches auf 30 Jahre ausgelegt ist und sowohl Nahrungsquelle für Insekten und Bodenbrüter als auch Rückzugsort für diese darstellen soll. Das Projekt von Jochen Kanders gibt es seit Anfang 2019 und er war einer der ersten in Nordrhein-Westfalen, die etwas in dieser Art angeboten haben: „Was mein Projekt so einzigartig macht, ist die Kartierung der Insekten (…). Durch das Kartieren können wir schwarz auf weiß belegen, welche Arten vorkommen und ob unsere Maßnahmen überhaupt fruchten.“ Mittlerweile gibt es nicht nur unzählige Berichte über den Landwirt auf Youtube, er hat auch eine eigene Website

v.l.n.r.: Laudator Phillip Krainbring (Fachjury-Mitglied), Preisträger Jochen Kanders, Preispate Tim Funkenberg (Fachjury-Mitglied) 

v.l.n.r.: Laudator Phillip Krainbring (Fachjury-Mitglied), Preisträger Jochen Kanders, Preispate Tim Funkenberg (Fachjury-Mitglied) 

In der Kategorie Institutionen geht der #beebetter-Award 2022 an den Stadtpark Mannheim gGmbH, Abteilung Grüne Schule/Umweltpädagogik mit Schirmherrin Ursula Jünger. Das prämierte Projekt trägt den Titel „Eine Insel für Bienen mitten in der Großstadt“. Ein bedeutender Fokus dieses Projekts liegt zum einen in der Vermittlung von Wissen über Insekten, z.B. mit Hilfe von Ferienkursen, Fortbildungen für Erwachsene, Führungen für Schüler:innen etc. Zum anderen liegt ein Schwerpunkt darauf, Biodiversitätsprojekte für Insekten und insbesondere für Wildbienen in den beiden Parkanlagen der Stadtpark Mannheim gGmbH (Luisenpark und Herzogenriedpark) zu entwickeln und umzusetzen. „Neben der Vermittlung von Wissen ist es uns auch ein tiefes Anliegen, ein Gespür und Empathie für diese Tiere weiterzugeben, aktiv selbst etwas für den Insektenschutz zu tun sowie andere dafür zu sensibilisieren und dabei zu unterstützen.“ Das Projekt hat in der Vergangenheit bereits zahlreiche Auszeichnungen und Preise gewonnen, wie den Umweltpreis der Stadt Mannheim oder die Auszeichnung „Insektenhotspot“ der UN-Dekade biologische Vielfalt. Auch in der Zukunft ist es das Ziel von Ursula Jünger so viele Menschen wie möglich mit ihren Projekten und Veranstaltungen zu Insekten und Bienen zu erreichen, und dies nicht nur mit Wissen, sondern auch mit praktischem Know how und Emotion. 

v.l.n.r.: Laudatorin Christina Barg (Biorebe), Preisträgerin Ursula Jünger (Schirmherrin Stadtpark Mannheim gGmbH), Preispate Dr. Otto Boecking (Fachjury-Mitglied) 

v.l.n.r.: Laudatorin Christina Barg (Biorebe), Preisträgerin Ursula Jünger (Schirmherrin Stadtpark Mannheim gGmbH), Preispate Dr. Otto Boecking (Fachjury-Mitglied) 

In der Kategorie Private Initiativen erhält Michael Harich aus Großhabersdorf im Landkreis Fürth in Bayern den #beebetter-Award 2022 für das Projekt „Hortus Oasis Verde (Naturwiese)“. Michael Harichs Naturwiese, die sowohl Wild- als auch Honigbienen anlockt, besteht aus bienenfreundlichen Pflanzen, Gehölzen bzw. Sträuchern, Kräuterbeeten- und spiralen sowie aus einer Streuobstwiese. Der Antrieb Harichs, ein solches Projekt ins Leben zu rufen, war die Vision, ein Paradies zu erschaffen: „Zuvorderst jedoch kein Paradies für Menschen, sondern für Insekten, Vögel und Kleintiere. Es war die Vision, der Natur ein Stück zurückzugeben (…).“ Zu seinem Projekt gehören private- und öffentliche Führungen, die seit 2020 stattfinden, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Teilnahme an Online-Beiträgen beim Bund Naturschutz etc. Für die Zukunft von Hortus Oasis Verde sind weitere Pflanzungen, Führungen, Vorträge und Presseberichte geplant – auch eine eigene Homepage soll entstehen. In den sozialen Medien ist der Hortus bereits bei Instagram und Facebook vertreten. Denn für Harich ist der Austausch mit den Menschen ein wichtiger Bestandteil seines Konzepts: „Was hilft es der Natur, wenn nicht viel mehr Menschen bereit sind, ihre Gartenkonzepte neu zu denken?“ 

v.l.n.r.: Laudator Michael Hermes (Landgard), Preisträger Michael Harich, Preispatin Sarah Stehr (Mein schöner Garten/Fachjury-Mitglied)

v.l.n.r.: Laudator Michael Hermes (Landgard), Preisträger Michael Harich, Preispatin Sarah Stehr (Mein schöner Garten/Fachjury-Mitglied)

Als Sonderpreis geht ein #beebetter-Award 2022 außerdem an das Projekt „Hortus Aquis (Trachtfließband Dachterrasse)“ von Andrea Jaschik aus Aachen im nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Köln. Die Mutter von zwei Söhnen unterstützt durch die Vielfalt an einheimischen Wildpflanzen auf ihrer Dachterrasse sowohl Wild- als auch Honigbienen. In dem 15 m² großen Dachgarten, der nach dem Hortus Prinzip von Markus Gastl gestaltet ist und sich mit süd-westlicher Ausrichtung im 3. Stock über den Dächern von Aachen befindet, haben sich in ca. 60 Gefäßen vielfältige feste Gemeinschaften aus Frühblühern, Bäumen, Sträuchern und Wildstauden entwickelt– gegärtnert wird natürlich biologisch. An Biotopelementen gibt es ein Futterhaus und Nistkästen für Vögel, verschiedene Nisthilfen für Bienen, eine Hummelkiste, eine Totholzpyramide, ein Steinmäuerchen, ein Mager- und ein Sumpfbeet sowie einen Teich. Jaschik hat 2021 bereits zwei Patenschaften für Grünflächen übernommen und engagiert sich zudem bei Projekten in ihrem Stadtteil, wie z.B. bei der insektenfreundlichen Gestaltung des Außengeländes der Kita St. Apollonia oder beim Gärtnern im Gemeinschaftsgarten „Johannesgarten“. Als Mutter ist es ihr wichtig, dass ihre beiden Söhne ebenfalls ein Verständnis für die Natur entwickeln: „Es liegt mir am Herzen, dass sie die Natur ganz selbstverständlich erfahren können und auf diese Weise ein Verständnis für die Zusammenhänge entwickeln.“ Aus diesem Grund wurden beide Söhne bei der Umsetzung der Aktionen stets eingebunden. 

v.l.n.r.: Preisträgerin Andrea Jaschik in der Kategorie "Sonderpreis", Preispatin Dr. Laura Breitkreuz (Fachjury-Mitglied)

v.l.n.r.: Preisträgerin Andrea Jaschik in der Kategorie "Sonderpreis", Preispatin Dr. Laura Breitkreuz (Fachjury-Mitglied)

„Es ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend wie engagiert, kreativ und leidenschaftlich sich die Bewerber für den Bienenschutz einsetzen. Aus ganz Deutschland erreichten uns in Summe 125 Bewerbungen über alle vier Kategorien hinweg. Das ist wirklich ganz großartig! Unsere Expertenjury hatte es gewiss nicht leicht und wählte unter allen Bewerbern die Gewinner aus. Die 1. Plätze wurden heute mit dem #beebetter-Award ausgezeichnet und erhalten neben der Trophäe auch ein Preisgeld zur Fortführung ihres Projektes. Am liebsten würden wir natürlich alle Bewerber unterstützen und den Erhalt der Artenvielfalt fördern. Mein Tipp an alle Bienenschützer ist daher: Bewerbt euch für 2023 – egal ob neue Projekte oder bereits bei uns eingereichte. Jeder Bienenschützer hat die Chance auf den #beebetter-Award 2023!"

Petra Hornberger, Brand Director „Garden & Living“ im BurdaVerlag und #beebetter-Verantwortliche

Alle Beteiligten des #beebetter-Awards 2022 - Preisträger:innen, Laudator:innen, Preispat:innen - links Gastgeberin Petra Hornberger (BrandDirector Garden & Living im BurdaVerlag)

Alle Beteiligten des #beebetter-Awards 2022 - Preisträger:innen, Laudator:innen, Preispat:innen - links Gastgeberin Petra Hornberger (BrandDirector Garden & Living im BurdaVerlag)

Zum Abschluss der feierlichen Preisverleihung gab es für alle Beteiligten eine #beebetter-Goodie-Bag mit nützlichen und schönen Bienen-Produkten. Darin enthalten sind neben Heften von Mein schönes Land und Mein schönes Land - Sonderheft "Bienengarten" auch eine HappyBee Box und eine Saatgutkelle von Fiskars, Saatgut und, ein Nützlingsquartier von Neudorff, ein Bienenwachstuch von Landgard mit Biene-Maja-Branding, ein #beebetter-Biowein von Biorebe (Peter Mertes) sowie Mais von Jurymitglied und Landwirt Philipp Krainbring. 

Goodie-Bag #beebetter-Awards 2022

Wir gratulieren allen Gewinnern erneut ganz herzlich und danken für diesen stimmungsvollen Tag, die konstruktiven Gespräche sowie das herausragende Engagement in Sachen Bienenschutz! Nachfolgend unser Highlightfilm des Tages:

Unser Tipp

Hubert Burda Media

Weitere Informationen zur #beebetter-Initiative, der Experten-Jury und zu allen Gewinner-Projekten 2022 finden Sie in einer eigens zusammengestellten Pressemappe. Hier können Sie sich auch bei Angabe des Copyrights kostenloses Bildmaterial von der Preisverleihung runterladen.

Pressekontakt: Verena Bücher, Senior PR Manager, [email protected]

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