Was kann ich tun?

Wildbienen helfen

Mehr Raum für Wildbienen

Wildbienen, die meist noch unbekannteren Verwandten der Honigbiene, gehören zu unseren wichtigsten Bestäubern. Kaum eine Insektenart ist beim Bestäuben der Blüten so effizient wie sie. Ohne sie würden unsere Ernten weitaus geringer ausfallen. Doch mehr als die Hälfte unserer heimischen Wildbienen-Arten ist in ihrem Bestand gefährdet. Pestizide und Monokulturen sowie die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume in Städten und auf dem Land bedrohen die nützlichen Insekten nachhaltig.

Vor allem in der Landwirtschaft ist Umdenken gefragt! Biologischer Pflanzenschutz und der Erhalt natürlichen Lebensraums stehen hier an erster Stelle, um die Bedingungen der bedrohten Wildbienen zu verbessern.

Wildbienen benötigen vor allem drei Dinge:
genügend bienenfreundliche Pflanzen, die Pollen und Nektar bieten, je nach Art verschieden gestaltete Nistmöglichkeiten sowie das Material zum Bauen ihrer Nistzellen. Dies können wir den Wildbienen ohne großen Aufwand bieten. Ob Unternehmen, Kommunen, Landwirte oder jeder einzelne – wir alle können etwas tun!

Tipps für Hobbygärtner

Verzichten Sie im eigenen Garten auf vermeintlich pflegeleichte Steinwüsten. Pflanzen Sie stattdessen lieber einheimische Blütenpflanzen für Wildbienen an. Die Auswahl ist groß und der Nutzen enorm. Empfehlenswert sind Wildstauden, Zwiebelblumen, Kräuter und Blütensträucher mit Blütezeiten von Frühling bis Herbst, die reich an Pollen und Nektar und daher als Nahrungsquelle für die Insekten besonders wertvoll sind. Blumenwiesen mit zahlreichen Kräutern für Wildbienen bereichern die Rasenfläche. Reich blühende Trockenmauern, ein mit Naturstein eingefasstes Kräuterbeet, Sandhügel, unversiegelte Bodenflächen und Pflasterfugen sowie naturbelassene sonnige Böschungen und selbstgebaute Insektenhäuser dienen als Nistmöglichkeit und Materiallager zum Bau der Nistzellen. Ein Bienengarten sollte nicht ordentlich und perfekt, sondern naturnah gestaltet sein, mit Reisig- und Totholzhaufen, Laub- und Steinhaufen sowie mit natürlichen Regenwasser-Mulden aus Lehm. Wer im Herbst nicht alle Stauden rigoros abschneidet, bietet mit den Pflanzenstängeln für spezielle Wildbienenarten einen wichtigen Lebensraum. Verzichten Sie ganz auf Pestizide und Kunstdünger  sowie Torf und geben Sie heimischen Pflanzen aus biologischer Anzucht den Vorzug.

Checkliste

Das brauchen Wildbienen

• Heimische Pflanzenvielfalt
• Wildblumen-Wiesen
• Verschiedene Nisthilfen
• Offene Sand-, Lehm- oder Schotterböden
• Bio-Pflanzen
• Verzicht auf Pestizide und mineralischen Dünger

Tipps für Firmen und Vereine

Sie haben ein Stück Rasen im sonnigen Eingangsbereich Ihrer Firma oder Ihres Vereinsheims oder langweilige Grünstreifen in Ihrer Gemeinde? Blütenpflanzen für Wildbienen sorgen hier nicht nur für mehr Farbe und Blütenpracht – eine Wildblumenwiesen-Mischung für Wildbienen muss im Gegensatz zum Rasen auch viel weniger, nämlich nur zweimal im Jahr, gemäht werden. Gleichzeitig bietet sie vielen Insekten Pollen und Nektar. Außerdem sollten die Wildbienenarten in sandigen Beeträndern oder unversiegelten Pflasterfugen Nistplätze finden. Für die in Hohlräumen nistenden Arten können geeignete Insektenbehausungen und Trockenmauern aufgestellt werden, die nicht nur den Nachwuchs der Wildbienen gewährleisten, sondern auch hübsche Blickfänge sind.

Tipps für Kindergärten und Schulen

Auch Schulgärten oder Grünflächen von Kindergärten und Schulhöfen werden mit den richtigen Pflanzen und gemeinsam gebauten Nistmöglichkeiten zum Wildbienen-Paradies. Hier können Kinder und Lehrer die friedfertigen Insekten in Ruhe beobachten und dabei viel über die Lebensweise der schützenswerten Tiere lernen.

#beebetter

Mitmachen und gewinnen

Sie haben einen Garten voller natürlicher Schlupfwinkel und blühender Bienenpflanzen? Vielleicht haben Sie dafür gesorgt, dass vor Ihrer Firma Insektenhilfen aufgestellt wurden, oder Sie legen als Landwirt Wert auf einen Blühstreifen neben dem Acker? Egal, ob Sie sich im privaten Bereich, an Ihrer Arbeitsstelle, in der Gemeinde oder im Verein für Bienen stark machen, zeigen Sie uns Ihr Engagement und inspirieren Sie andere dazu, ebenfalls Bienenretter zu werden. Und wer weiß, vielleicht erhalten Sie ja auch den #beebetter-Award!