Bienenzeiten

Mit wenigen Ausnahmen sind die erwachsenen Tiere der verschiedenen Wildbienenarten jeweils nur wenige Wochen lang im Freien unterwegs, sodass man vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätsommer oder Herbst stets unterschiedliche Arten entdecken kann. Die solitär lebenden Wildbienen (auch Einsiedlerbienen genannt, da sie sich allein um ihre Brut kümmern) und die kommunalen Arten (bei denen sich mehrere Weibchen ein gemeinsames Nest teilen) lassen sich in Frühjahrs-, Frühsommer-, Hochsommer- und Herbstarten einteilen.

Flugbedingungen

Honigbienen sind vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst aktiv, brauchen jedoch höhere Außentemperaturen als einige hartgesottene Wildbienen. Während die Honigbiene erst bei etwa 12 °C los fliegt, ist die Hummel beispielsweise bereits bei 3 °C, die Gehörnte Mauerbiene bei 4 °C und die Rostrote Mauerbiene ab 10 °C unterwegs. Neben der Temperatur bestimmen Faktoren wie Witterung, Lebensweise, Lebensraum und nicht zuletzt das Nahrungsangebot die unterschiedlichen Flugzeiten. Wenn im zeitigen Frühjahr die ersten bienenfreundlichen Pollen- und Nektarpflanzen, wie zum Beispiel Kornelkirsche, Salweide oder Schlehe, ihre Blütenköpfe zeigen, lohnt es sich, auch nach den ersten Bienen Ausschau zu halten.

Frühfliegende Wildbienenarten:

Ackerhummel (Bombus pascuorum)

Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria)

Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea)

Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)

Bild Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum morio)

Frühlings-Pelzbiene (Antophora plumipes)

Fuchsrote Lockensandbiene (Andrena fulva)

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)

Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae)

Gewöhnliche Schmalbiene (Lasioglossum calceatum)

Grünglanz-Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum)

Rotfransen-Erdbiene (Andrena haemorrhoa)

Steinhummel (Bombus lapidarius)

Weiden-Sandbiene (Andrena vaga)

Dichtpunktierte Goldfurchenbiene (Halictus subauratus)

Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor)

Unsere Empfehlung

Wildbienenhelfer - Wildbienen & Blühpflanzen

Anja Eder fotografiert seit 2014 Wildbienen, vor allem auch im eigenen Garten. Nun stellt sie ihre faszinierenden Fotos in einem
wunderschönen Bildband vor. In „Wildbienenhelfer – Wildbienen & Blühpflanzen“ (Verlag TiPP 4, 248 Seiten, 39,90 €) lernen wir die fleißigen Insekten von einer ganz besonderen Seite kennen und lieben. Zudem gibt es, nach Flugmonaten sortiert, wertvolle Informationen zu Lebensweise, Nisthilfen und wichtigen Wildbienen-Pflanzen.