Nahrungsangebot & Wasserstellen

Wildbienen können sich von Art zu Art in Aussehen, Lebensraum und Nahrungsquellen gravierend unterscheiden. Während manche unterschiedliche Blüten ansteuern, sind andere auf das Vorkommen ganz bestimmter Pflanzen angewiesen. Damit die bunte Bienenvielfalt, ebenso wie die anderer Insekten, möglich ist, brauchen die Tiere biologische Vielfalt und ein vielfältiges Pflanzenangebot. Wer Wert auf einen naturnahen und insektenfreundlichen Garten legt, sollte auf den Einsatz von chemischen Düngemitteln sowie Pestizide verzichten und stattdessen auf schonende Anbaualternativen setzen. Da das Blütenangebot besonders im Winter und im Frühjahr rar ist, empfiehlt es sich, frühblühende Gehölze, Stauden und Zwiebelblumen in die Gartengestaltung zu integrieren. Mit der richtigen Wahl an Pflanzen für Wildbienen ist der Tisch das ganze Jahr über reich gedeckt.

Was viele nicht wissen: Je nach Art legen manche Wildbienen nur wenige 100 Meter Flugstrecke zurück. Daher ist es wichtig, dass sie neben Nahrungsquellen auch genügend Wasserstellen in der näheren Umgebung finden. Nasser Sand und feuchter, offener Erdboden wird zudem gerne zum Verschließen der Nistgänge verwendet.

Tipp: Wer sich bei dem großen Angebot an Pflanzen nicht sicher ist, welche Stauden, Sträucher und Bäumchen gut für Wildbienen und andere Insekten ist, sollte sich in fachkundigen Gärtnereien beraten lassen. 

Mitmachen!

Pflanzaktion

Indem Sie Ihren Garten bienenfreundlich gestalten, tragen auch Sie zum Schutz der Wildbienen bei. Dank der gemeinsamen Pflanzaktion der Initiative #beebetter und dem Verband Deutscher Garten-Center (VDG) geht das ganz einfach: Lassen Sie sich in einem Gartencentern des VDGs zur bienenfreundlichen Gartengestaltung beraten und sichern Sie sich eine kostenlose bienenfreundliche Pflanze.

Nistplätze schaffen und ermöglichen

Schwindende Natur- und Lebensräume machen heimischen Insekten schwer zu schaffen. Daher ist es wichtig, ihnen Nistplätze anzubieten. Viele Wildbienenarten verwenden zum Beispiel morsches Holz als Baumaterial für Brutstätten. Trockenmauerspalten zwischen Felswänden oder Steinmauern sowie offene Erdstellen dienen verschiedenen Wildbienenarten als Kinderstube.

Auch wenn es dem Ordnungsinn mancher Gärtner widerstreben mag: Um mehr wilde Fauna in den Garten zu holen, braucht es auch "wilde" Bereiche. Verblühte und trockene Stauden daher stehen lassen - zumindest an manchen Ecken im Beet! Insekten aber auch Vögel nutzen trockene Pflanzen unter anderem als Rückzugsort oder Baumaterial. 

Unser Tipp

Häufige Fehler beim Nisthilfenbau

Bienenhotel ist nicht gleich Bienenhotel! Leider können sich beim Bau einer Nisthilfe schnell Fehler einschleichen, wodurch sich Wildbienchen beim Besuch dieser Brutstätte verletzten könnten oder aber es erst gar nicht zur Besiedlung des Hotels kommt. Wir zeigen die gängigsten Fehlerquellen und wie man schnell und einfach selbst Nisthilfen bauen kann.

Kräuter blühen lassen

Bevor Kräuterpflanzen zu blühen beginnen, greifen die meisten Hobbygärtner zur Schere, um die Erntezeit zu verlängern. Doch für Wildbienen sind blühende Kräuter eine Köstlichkeit. Manche Wildbienenarten sind sogar auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert oder bevorzugen eine gewisse Pflanzenfamilie. So steuert beispielsweise die Maskenbiene gerne Lauchpflanzen an, darunter Berg-Lauch (A. montanum), Küchenzwiebel (A. cepa) oder auch Küchenlauch (A. porrum)

Tipp: Beginnt die Kräuterpflanze zu blühen, schneiden Sie diese nicht komplett zurück! Lässt man etwa die Hälfte unberührt, können sich Nützlinge und andere Insekten auch an den würzigen Blüten erfreuen.

Auszeichnung

#beebetter-Award

Sie tun etwas für die (Wild-)Bienen, das andere zum Nachahmen anregen und zum Staunen bringen kann? Etwas, das so gut, innovativ oder nachhaltig ist, dass wir einfach darüber berichten sollten? Dann bewerben Sie sich beim #beebetter-Award.

Der #beebetter-Award wird in 5 Kategorien vergeben:

„Jugend & Bildung“
„Private Initiativen und Engagement“
„Öffentliche Einrichtungen und Großgruppen“
„Landwirtschaft“
„Unternehmen“